VFL Eintracht Hagen - Rhein Vikings 29:26

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  Hagen: Ischelandhalle | Den ersten Sieg fuhr der VFL Eintracht Hagen gegen die Rhein Vikings ein. Mit 29:26 schlug man den Gegner. Es war ein Kampfsieg der sich gelohnt hat. Die ersten zwei Punkte stehen im Plus beim VFL Eintracht Hagen.

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VfL Eintracht Hagen – HC Rhein Vikings 29:26 (15:11)

Der Befreiungsschlag ist geglückt, der heiß ersehnte erste Saisonsieg der
Handballer des VfL Eintracht Hagen in der 2. Bundesliga ist unter Dach und
Fach. Gegen Mit-Aufsteiger HC Rhein Vikings, in der Vorsaison als Neusser HV
Meister in der 3. Liga West, setzte sich die Mannschaft von Trainer Niels
Pfannenschmidt im Duell zweier ersatzgeschwächter Kontrahenten eindrucksvoll
durch. „Uns fällt ein Stein vom Herzen. Wir haben jetzt zwei Punkte, sind in
der Saison angekommen“, bilanzierte ein sichtlich gelöster Trainer Niels
Pfannenschmidt nach dem Schlusspfiff.

Gleich in den ersten Minuten wurde deutlich, welchen Stellenwert das Spiel
für beide Parteien hatte. Die Teams kamen nur schwer in Tritt, verbuchten
immer wieder vermeidbare Fehler. „Es war ein extrem wichtiges Spiel, das hat
man an der hohen Fehlerzahl und den Emotionen gesehen“, ergänzte
Pfannenschmidt. Die Grün-Gelben mussten sich speziell in der Anfangsphase
immer wieder beim überragenden Tobias Mahncke bedanken, der seine Farben mit
unzähligen Glanzparaden im Spiel hielt. „Wir haben allein in der ersten
Halbzeit 15 Fehlversuche, davon acht Hundertprozentige. Wir machen es in der
Anfangsphase eigentlich gut, scheitern aber immer wieder an Mahncke, der
einen Sahnetag hatte“, bilanzierte Gäste-Trainer Ceven Klatt.

Angetrieben von ihrem Schlussmann setzte sich die Eintracht von 4:4 auf 7:4
ab (14.), brachte die Arena am Ischeland dabei erstmals zum Kochen. Beim
11:12 (28.) von Daniel Pankofer verkürzten die Wikinger noch einmal auf
einen Treffer, und es schien, als würden sich die Hagener nicht für ihre
harte Arbeit belohnen. Doch näher sollten die Gäste nicht mehr herankommen.
Mit einer echten Energieleistung legten die Hausherren noch einmal nach,
legten bis zum Pausenpfiff auf 15:11 vor.

Nach dem Seitenwechsel dominierten die Grün-Gelben bis zum 25:18 (46.) von
Sören Kress zunächst das Geschehen – nur um nach einigen vermeidbaren
Fehlern und Zeitstrafen doch noch einmal kurz zittern zu müssen. Der rund 20
Minuten vor dem Ende eingewechselte Alexander Oelze trumpfte groß auf,
verbuchte satte sechs Treffer und setzte seine Mitspieler in Szene. Doch
immer, wenn die Wikinger noch einmal auf zwei Tore hätten verkürzen können,
streuten sie selbst einen Fehler ein. In den letzten Minuten steigerte sich
der VfL noch einmal – und genoss die letzten zwei Spielminuten nach dem
erlösenden 29. Treffer von Dominik Waldhof unter stehenden Ovationen.

„Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, allein aufgrund der
Personalsituation“, analysierte Klatt, zu dessen Lazarett sich im Laufe des
Spiels noch Christopher Klasmann und Nils Artmann gesellten, so dass er
Oelze trotz eines lädierten Knöchels doch einsetzen musste. „In
kämpferischer Hinsicht kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Obwohl
wir beinahe aussichtslos hinten liegen, hat sie sich nicht aufgegeben und
noch einmal herangekämpft. Aber wir machen zu viele Fehler – so kann man
auswärts nur schwer gewinnen“, lautete das Fazit des Vikings-Trainers.

Pfannenschmidt hingegen sprach seinen Farben ein „Riesen-Kompliment“ aus,
ehe er darauf verwies, dass auch er „ein bisschen basteln“ musste –
schließlich hatten auch die Hagener große Verletzungssorgen. „Insgesamt ist
es aber egal, wer verletzt war. Wichtig sind allein die zwei Punkte“,
unterstrich der Ostwestfale, ehe er mit seiner Mannschaft den Sieg genoss.

VfL: Mahncke (22/2 Paraden), Mossuto (n.e.); Lindner (n.e.), Kress (2),
Tubic (6/2), Pröhl (4), Schneider (n.e.), Fauteck (n.e.), Renninger (4),
Konitz (5), König (n.e.), Saborowski (2), Waldhof (1), Mestrum, von Boenigk
(5).

HC: Bozic (12 Paraden), Moldrup (n.e.); Gipperich (3), Hoße (5/1), Aust (4),
Klasmann (1), Thomas, Weis, Coric (4), Pankofer (3), Middell (n.e.),
Artmann, Bahn, Oelze (6/2), Bornemann (n.e.).

Siebenmeter: 2/2 – 3/6 (Mahncke hält gegen Hoße und Pankofer, Oelze neben
das Tor).

Zeitstrafen: 10 – 8 Minuten (Pröhl, Renninger 2x, von Boenigk, Prokopec/Bank
– Pankofer, Bahn 2x, Oelze).

Schiedsrichter: Fabian Friedel und Rick Herrmann.

Zuschauer: 700 in der Arena am Ischeland.
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