Halterner Autorin nutzt Spinne als dichterische Inspirationsquelle

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Tierischer Künstler am Werk - dieses Bild inspirierte Eva Masthoff zu ihrem Gedicht "Arachne am Morgen". (Foto: Masthoff)
 
Anthologie "Wir Wölfe" vom Chiliverlag
Chiliverlag veröffentlicht ungewöhnliches Gedicht über Nähe von Eva Masthoff


„Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen - Spinne am Abend erfrischend und labend.“ Mit diesem altbekannten Sprichwort ist nicht etwa einer der kleinen Krabbler gemeint, der bei vielen Menschen mehr oder weniger heftige Angstzustände auslöst, sondern der Umstand, dass eine am Feierabend ausgeführte Handarbeit etwas Wohltuendes ist, während sie als Hauptbroterwerb eine äußerst mühselige Angelegenheit ist.
Eva Masthoffs Arachne (abgeleitet vom altgriechischen Wort Aráchnè, deutsch: Spinne) hingegen befasst sich mit einem Tier, das im rechten Blick betrachtet absolut faszinierend und noch dazu ein wahrer Künstler ist. So war es nicht erstaunlich, dass zwei zufällig entdeckte, kunstvoll von Tautropfen verzierte Spinnengewebe über einer Buchsbaum-Kuppel die Autorin zu ihrem Gedicht inspiriert hatten. „Arachne am Morgen“ ist dabei gleichsam eine einfühlsame Beschreibung der Wunder der Natur als auch von menschlicher Nähe.

Für Autorin Eva Masthoff aus Haltern ist dies bereits das fünfte Mal, dass sie in einer Anthologie des Chiliverlags mit von der Partie ist. "Arachne am Morgen“ ist das zweite Gedicht der Autorin. Ihr erstes erstes, "Vimy 2014," konnte sie in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

Von tierischem Ernst und menschlicher Wärme

Die Anthologie des Chiliverlages "Wir Wölfe" enthält neben Matshoffs Gedicht Werke von etwa 60 weiteren Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland; darunter der Anfang 2016 verstorbene Bochumer Lyriker Michael Starcke, Peter Ettl, Esther Ackermann, Thomas Rackwitz und Sören Heim. Sie alle eint das Thema Tierwelt, dem sie sich mit großer Freude an der Sprache widmen. Mal ernsthaft und nachdenklich, mal heiter und mit einem vielsagenden Augenzwinkern aber immer sehr ergreifend beschreiben sie die Tierwelt in ihrer manchmal schwierigen Relation zum Menschen. So „ganz nebenbei“ erfährt der Leser dabei viel Wissenswertes über die Besonderheiten heimischer und exotischer Kreaturen. Eine einfühlsame Sprache bringt dem Leser die wundersame, atemberaubende Schönheit der Tierwelt nahe und soll ihren Teil dazu beitragen die Tierwelt dieses Planeten in ihrer Andersartigkeit zu verstehen und zu akzeptieren.

„So lange wir Tiere nicht anders behandeln und ihnen nicht den verdienten Respekt entgegenbringen, sie in ihrer Einzigartigkeit belassen, und schätzen, so lange wird es auch mit den Menschen nichts,“ erklärt Franziska Röchter, die das Werk herausgegeben hat. Sie ist überzeugt davon, dass unser Verhältnis zu den Tieren unser Verhalten gegenüber anderen Menschen widerspiegelt. „Seht her“, mahnen Gedichte und Fotos , „diese einzigartige Schönheit von Tieren darf man nicht zerstören,“

Kulturstiftung Masthoff vergibt Anthologie als Dankeschön

Ihr kulturelles Engagement lässt Eva Masthoff auch der von ihrem Ehemann Horstfried Masthoff gegründeten Stiftung zugute kommen. In diesem Jahr feiert die gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung von Kunst und Kultur verschrieben hat, ihren 15. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubliäums erhält jeder Spender als Dankeschön eine Anthologie des Chiliverlags, in welchem eines der Gedichte oder der Kurzgeschichten zu finden ist


„wir wölfe- gedichte“, Eine poetische Hommage an unsere Tierwelt
chiliverlag Franziska Röchter, Verl
Fotos: Heike Großmann und Christine Zeides
ISBN 978-3-943292-45-9
148 Seiten
Euro 9,90
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