Der "Tempel der Experimente" ist fertiggestellt

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Zum Abschluss des Jubiläumsjahres "20 Jahre Gesamtschule Heiligenhaus" wurde nunmehr am Freitag mit einjähriger Verspätung der Anbau mit zusätzlichen Fachunterrichtsräumen für Technik und Naturwissenschaften eingeweiht. „Udo Lindenberg“ führte gekonnt durchs Rahmenprogramm und Schulpate Jean Pütz erinnerte daran, dass naturwissenschaftliches Lernen vom Begreifen, also Anfassen, und dem Erkennen von Wirkung und Ursache lebt. Er beglückwünschte vor allem die Schüler und Schülerinnen zu ihrem neuen „Tempel der Experimente“ und forderte sie auf, die Einrichtung eifrig zu nutzen.

Das Wetter schien die Turbulenzen der Planungs- und Bauphase widerspiegeln zu wollen. Just zum Beginn des Feierprogramms zogen einige dunkle Wolken auf, Windböen wirbelten erstes Herbstlaub auf, einige dicke Tropfen scheuchten die zahlreichen Besucher in überdachte Räumlichkeiten, aber zum guten Schluss setzte sich dem Anlass entsprechend doch die Sonne durch. Das von den Schülern und Schülerinnen gestaltete Rahmenprogramm konnte laufen, die Reden gehalten und die Party mit der Musik von Foss Doll gefeiert werden.

Jetzt steht die Ausstattung der Räume mit einer naturwissenschaftlichen Sammlung an. Da die Kasse des Schulträgers Stadt Heiligenhaus mehr als leer ist, wie der Bürgermeister berichtete, hatten die Schüler durch einen Sponsorenlauf bereits über 17.000 Euro eingefahren. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert sollen den restlichen Beitrag für die benötigten 20.000 Euro einspielen. Ende gut – alles gut.

Aber wir erinnern uns: Als Frau Arnsmann als gerade neu eingesetzte Schulleiterin einen Mangel an Unterrichtsräumen beklagte und Abhilfe beantragte, schlugen die Wellen der Empörung beim Bürgermeister und seiner CDU-Fraktion hoch. Ein Gutachten bestätigte jedoch schließlich die Mangelsituation. Gleichwohl musste um jeden Cent zur Verwirklichung des Anbaus gegen eine unwillige CDU-Fraktion gekämpft werden. Zu allem Überfluss meldete der zuerst ausgewählte Rohbauunternehmer kurz nach dem Baubeginn Insolvenz an. Der dadurch verursachte Verzug brachte zusätzliche Stillstandskosten. Die Gesamtkosten landeten schließlich bei rund 750.000 Euro. „Das ist keine Ausgabe, sondern eine Investition“, wie Jean Pütz richtig anmerkte. Für unsere Kinder.
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