Unternehmerfrühstück der Wirtschaftsinitiative Nordkreis

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Beim Unternehmerfrühstück der WIN erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über das große Potenzial, aber auch die noch herrschenden Probleme der E-Mobilität. Foto: Goor-Schotten
"E-Mobilität wird sein wie Popcorn"

Mit der Elektro-Mobilität werde es sein wie mit Popcorn, sagte Alfred Vrieling: „Bis 150 Grad passiert nichts, bei 160 Grad ist der Topf plötzlich voll.“ Der Bereichsleiter für Vertrieb und Marketing beim Stecker-Hersteller Mennekes aus Kirchhundem, führend in dem Bereich, ist ein überzeugter und überzeugender Befürworter der E-Mobilität.

Von Hilde Goor-Schotten

Iserlohn. Das stellten die Teilnehmer des Unternehmerfrühstücks fest, zu dem die Wirtschaftsinitiative Nordkreis (WIN) mit ihrer Vorsitzenden Gudrun Winner-Athens in die Workbox der Firma Schlüter-Systems eingeladen hatte. Gastgeber Udo Schlüter stellte kurz das Unternehmen und die aktuellen Erweiterungspläne vor. Ein dickes Lob gab es vom Referenten, der – natürlich - mit dem Elektroauto gekommen war. Das tankte vor der Workbox an der Ladestation Strom, während Vrieling seinen Vortrag hielt. Dass er hier laden könne, sei optimal. Noch viel mehr Unternehmen sollten dem nacheifern. Das Auto sei eigentlich ein „Stehzeug“, das die meiste Zeit nicht fährt. Aufladen, während man arbeitet, im Restaurant sitzt oder einkaufen geht, liege also nahe.
Die mangelhafte Infrastruktur und das uneinheitliche Tarifsystem nannte Vrieling als Kernprobleme der zögerlich wachsenden E-Mobilität. Extrem viele Ladepunkte würden zukünftig gebraucht, die idealerweise über eine Cloud vernetzt seien. „Dann kann ich vor der Fahrt sehen, ob mein geplanter Ladepunkt frei ist und ob ich ihn reservieren kann, welche Menge ich dort laden kann, ob mein Kabel passt.“ Ein regionaler Verbund, etwa für Südwestfalen, würde schon helfen, so Vrieling, da die meisten der täglich gefahrenen Strecken von der Länge her überschaubar seien. In der E-Mobilität stecke viel Potenzial. So sei auch denkbar, dass das Fahrzeug als mobiler Energiespeicher genutzt wird, der Überschusskapazitäten weitergeben kann. 
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