Jens Spahn (CDU) zu Gast in der Paracelsus-Klinik

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CDU-Politiker Jens Spahn (5.v.l.) weilte zu einem Meinungsaustausch mit den Leitungen der Hemeraner Kreankenhäusern in der Paracelsus-Klinik.
Hemer: Paracelsus-Klinik Hemer |

Auf Einladung von Bürgermeister Michael Esken hat sich Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, zu einem Informationsgespräch mit den kaufmännischen und ärztlichen Leitern sowie den Pflegeleitungen der vier Hemeraner Kliniken getroffen.

Im Anschluss an ein rund 90-minütiges Informationsgespräch mit den Vertretern der Paracelsus-Klinik, der Lungenklinik, der Hans-Prinzhorn-Klinik und der Kurklinik „Univita“-Gut Holmecke attestierte der Gesundheitspolitiker, dass der Gesundheitssektor in Hemer offensichtlich nicht nur einen Kosten-, sondern auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor mit über 1.000 Arbeitsplätzen darstelle und die Felsenmeerstadt in diesem Bereich ein sehr gutes, da spezialisiertes Angebot vorhalte.

"Nachwuchsgewinnung ist ein echtes Problem!"


Ein wichtiges Thema des Meinungsaustausches war die immer schwieriger werdende „Nachwuchsgewinnung“ im ärztlichen Bereich der Krankenhäuser insbesondere im ländlichen Bereich, wo der Anteil von ausländischen Ärzten im Schnitt schon mehr als 30 Prozent ausmacht. „Da macht Hemer keine Ausnahme,“ bestätigte Christian von den Driesch, Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Klinik.
Ein weiterer Themenschwerpunkt war erwartungsgemäß die kritische Finanzsituation vieler Krankenhäuser. Dazu Jens Spahn: „In diesem Bereich waren in den vergangenen Jahren die Ausgaben stets höher als die Einnahmen.“ Objektiv gesehen gebe es aktuell dazu Meinungsunterschiede zwischen Ländern (zuständig für Investitionen) und Bund (zuständig für den laufenden Betrieb). „Aber wir brauchen hier endlich mal Entscheidungen, diskutiert wurde jetzt lang genug“, forderte Jens Spahn. Einen Abschluss der Bund-Länder-Gespräche sieht er bis Ende Dezember voraus. „Verstärkt müssen wir zukünftig die Qualität der Behandlung von der Indikation bis zur Operation mit der Vergütung verknüpfen.“
Außerdem müsse man genau schauen, wo man noch Überkapazitäten habe, die dann abgebaut werden können, aber genauso, wo man Krankenhaus-Strukturen weiter und stärker bezuschussen müsse, um die Grundversorgung der Menschen aufrecht zu erhalten.
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