Trinkwasser-Update vom 20.2.2013: Trinkwassernetz wird bis 4. März komplett untersucht

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Die neueste Pressemitteilung der Stadtwerke Hemer:

"Bei der Suche nach Parasiten im Trinkwasser können die Stadtwerke Hemer einen weiteren Zwischenerfolg melden. Drei wichtige Proben vom Freitag den 15.02.2013 trafen heute ein und waren ohne Befund. Stadtwerke-Geschäftsführerin Monika Otten: „Das ist für uns sehr wichtig, weil wir hier explizit auch nach Giardien und Kryptosporidien gesucht haben. Die Nullergebnisse machen Mut.“ Die Begehung der Hausinstallationen verbunden mit Dichtheitsprüfung des Netzes wird von den Stadtwerken unterdessen konsequent weiter geführt. Ziel ist es, bis zum 4. März die betroffenen Netzteile komplett „von rechts auf links“ gekrempelt zu haben. Das Abkochgebot bleibt unterdessen bestehen. Testweise soll dann in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bei weiter bestehendem Abkochgebot die Chlorierung etwas reduziert werden, um erkennen zu können, ob sich noch etwas im Wasser tut.
Die jetzt vorliegenden erfreulichen Nullproben wurden gezogen an der Brabeckschule in Landhausen, an der Shell-Tankstelle sowie an der Kindertagesstätte Peter & Paul.
Die Stadtwerke befürworten die inzwischen aufgenommenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hagen. Es handelt sich um Ermittlungen gegen Unbekannt, wobei die Stadtwerke als Zeugen befragt werden. „Sollte es einen Verursacher geben, der vorsätzlich eine Verunreinigung in Kauf genommen hat, sollte dieser auch bestraft werden. Wir werden die Ermittlungen mit aller Kraft unterstützen“, erklärte Monika Otten. Es könne durchaus sein, dass der Verursacher seine schadhafte Fremdwasseranlage längst vom Netz getrennt habe, ohne dass dies einerseits bemerkt worden sei und ohne dass man dies je nachweisen könnte. Otten: „Das mag frustrierend sein, aber wir als Stadtwerke müssen uns auf die Wiederherstellung des Normalzustandes konzentrieren. Und dafür setzen wir alle Hebel in Bewegung und scheuen auch keine Kosten. Was Gesundheitsamt und Ermittlungsbehörden herausfinden, steht auf einem anderen Blatt“.
Als nicht praktikable Lösung beschreiben die Stadtwerke eine etwaige Versorgung der Bewohner mit Wassertankwagen. „Eine solche Maßnahme wird durch das Gesundheitsamt nur für den Fall bestimmt, wenn man trotz Abkochgebotes das Wasser aus dem Leitungsnetz gar nicht mehr benutzen kann“, so Dieter Gredig, Technischer Leiter."
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