Verdienstmedaille für Hubert Hartmann

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Die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt jetzt der Herdecker Hubert Hartmann aus den Händen von Landrat Dr. Arnim Brux.

„Wer Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele am Fernsehen verfolgt, der kann sicherlich einen Eindruck davon gewinnen, was Sport ausmacht: Bewegung und Begeisterung, Dramatik und Durchsetzungskraft, Teamgeist und Taktik. Doch was gibt es Schöneres als die Gänsehaut, die Schweißperlen auf der Stirn und die Feuchtigkeit auf den Handflächen, die man als aktiver Sportler erleben darf? Viele Herdecker Handballer können dank Hubert Hartmann auf solche Momente zurückblicken", so Brux.
In den frühen 1950er Jahren selbst ein erfolgreicher Handballer auf dem seinerzeit üblichen Großfeld übernahm Hartmann ab 1961 wichtige Ämter bei der TSG Herdecke. Bis 1985 war er als Jugendleiter und Geschäftsführer tätig, anschließend bis 1987 als 2. Vorsitzender. „Viele Jahre ein Amt zu bekleiden, ist dabei das eine. Die damit verbundenen Möglichkeiten zu nutzen, etwas ganz anderes", hob Brux in seiner Laudatio hervor.
Er erinnerte an die Anfänge, als die erste Mannschaft von der Oberliga in die Kreisklasse abgestürzt war, die Jugendarbeit am Boden lag und in der Kasse Ebbe herrschte. „Bis Hubert Hartmann und einige andere die Initiative übernahmen, drohte das Aus", brachte es der Landrat auf den Punkt.
Hartmann setzte auf die Jugend und konnte schnell Erfolge verbuchen. Die TSG Herdecke wurde zu einer festen Größe im regionalen Handball. Die Jugendmannschaften gewannen fast im Jahresrhythmus Kreis-, Bezirks- und Westfalenmeisterschaften. „Erträgliche Einnahmequellen konnte er mit den Herdecker Handballtagen und dem Jugend-Pfingstturnier erschließen", skizzierte Brux den erfolgreichen Aufwärtstrend, der die erste Mannschaft Anfang der 1990er Jahre bis in die zweite Handballbundesliga führte. Hier war Hubert Hartmann nicht nur als Mannschaftsbetreuer im Einsatz und als gute Seele gefragt.
Sport verband Sozialdemokrat Hartmann stets mit sozialen Aspekten. Er nutzte den Handball, um die Kinder von der Straße zu holen, er kümmerte sich darum, dass alle an den von ihm seit 1966 organisierten Mannschafts- und Vereinfahrten teilnehmen konnten und er setzte sich für die Völkerverständigung ein.
Ebenso bemerkenswert wie das ehrenamtliche Engagement bei der TSG ist Hartmanns Einsatz für den Verein Mukoviszidose. Angetrieben von der Erkrankung seiner Enkelin sammelt er seit zehn Jahren Spenden, um dem Verein bei Forschungsprojekten zu unterstützen. Egal, ob auf der Maiwoche und dem Engelmarkt, beim Citylauf oder auf dem Wochenmarkt - für viele Herdecker ist es ein vertrautes Bild, wenn Hubert Hartmann mit seiner Spendenbüchse im Einsatz für das Gute ist.
Erstaunliche Bilanz: Allein durch die Spendendosen, die sich in zahlreichen Geschäften finden, sind bis heute 40.000 Euro zusammengekommen. „Darüber hinaus hat Hubert Hartmann auch immer wieder regionalen Vertreter aus Politik und Wirtschaft erfolgreich um Spenden gebeten und dabei mit jedem einzelnen Euro den Betroffenen ein Stück Hoffnung gegeben", so Brux.
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