Freiheit für Fellnasen: Herner wollen umzäunte Hundewiese

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Im Stadtgarten haben sich Tom Bildhauer, Ralf Dohle und ihre Mitstreiter beim Gassigehen kennengelernt. Nun planen sie ihr „eigenes Ding“. (Foto: Angelika Thiele)
Herne: Herne |

Emma ist niedlich, erst ein Jahr alt. Tom und Sabine Bildhauer haben das Shar-Pei-Mischlingsmädel über die Tiernothilfe gerettet. Laika, die Deutsche Schäferhündin von Ralf Dohle, ist mit 21 Monaten auch sehr jung. Nicht nur die Liebe zu ihren Vierbeinern verbindet die Herner, sondern ein Wunsch: „Wir möchten unsere Hunde frei laufen lassen können!“

Nun gibt es in Herne, Wanne und Eickel zwar mittlerweise neun Hundewiesen, aber Hundebesitzern wie dem Ehepaar Bildhauer und Ralf Dohle reichen diese von der Stadt ausgewiesenen Flächen nicht. Tom Bildhauer erklärt den Gund: „Diese Hundewiesen sind nicht eingezäunt, sondern offenes Gelände. Das heißt, wir können die Hunde nicht ungeleint spielen und toben lassen. Dann nützen uns diese Hundewiesen auch nichts.“

Wiese anmieten und selbst verwalten


Das erleben Herrchen und Frauchen jeden Tag: Sie gehen Gassi mit ihrem Liebling und lernen darüber blitzschnell andere Hundebesitzer kennen. Auch diese Weise knüpften auch Ralf Dohle und Tom Bildhauer Kontakt, als sie sich beim Spaziergang im Stadtwald kennen lernten. Weitere Hundehalter stießen dazu, mittlerweile ist es eine größere Gruppe, die ein Ziel hat: Sie möchte eine Hundewiese anmieten und umzäunen, alles in eigener Regie.
Tom Bildhauer zum aktuellen Stand: „Wir sind mit einem Grundstücksbesitzer auch schon in Verhandlung, es sieht gut aus. Den Standort möchten wir aber nicht nicht nennen.“

Stadt: Private Hundewiese ist Privatsache


Die Stadt Herne, von ihm um Unterstützung gebeten - beispielsweise bei den Kosten für den Zaun - wird dafür kein Geld lockermachen. Erstens weil es dafür kein Geld gibt und zweitens, so Thilo Sengupta von Stadtgrün: „Eine private Hundewiese ist Privatsache.“
Dass eine eingezäunte Hundewiese für ihre Fellnasen paradiesische Freiheit bedeutet, erleben Tom Bildhauer und seine Mitstreiter, wenn sie mit Emma, Laika und den anderen Vierbeinern nach Ickern in Castrop-Rauxel fahren und sie dort laufen lassen können.
Nun sieht ihr Plan für Herne so aus: Sie möchten den ausgeguckten Platz anmieten. Jeder interessierte Hundebesitzer kann sich an den Kosten für die Miete, die Errichtung des Zauns und der Wartung des Geländes finanziell beteiligen. Tom Bildhauer denkt an einen Monatsbeitrag von 5 Euro. „Unser Projekt könnte Vereins- oder Clubcharakter haben.“ Dass nur Hunde, die geimpft und versichert sind, Zugang haben werden, wird vorausgesetzt.
Vier Mal im Jahr bezahle er 36 Euro Hundesteuer für Emma, so Tom Bildhauer, „aber dass man dafür nicht einmal mehr Kotbeutel gestellt bekommt, verstehe ich nicht. Wir zahlen doch Hundesteuer. Was passiert mit dem Geld eigentlich?“
Wer sich für die geplante private Hundewiese interessiert, kann per E-mail unter t.marroni@gmx.de Kontakt zu der Gruppe aufnehmen.

Standorte auf einen Blick:
Hundewiesen: Stadtgarten, Schloßpark Strünkede, Grünanlage im Gewerbepark Hibernia, Wanne: Am Freibad; Eickel: Fläche am Dorneburger Park, Grünanlage Röhlinghauser Markt, Königsgrube; Sodingen: Brachfläche an der Sodinger Straße und Ackerfläche An der Linde
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