Guter Start reicht nicht aus

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Die Schwelmer Baskets gehören in der 2. Basketball-Bundesliga (Die Junge Liga) nicht zu den Lieblingsgegnern der Hertener Löwen. Die Mannschaft von Dirk Ewald und Tobias Trutzenberg verlor die Partie gegen den letztjährigen ProB-Vizemeister deutlich mit 90:72.

Dabei begannen die Löwen stark und die Fans hatten berechtigte Hoffnungen, genau wie im letzten Jahr die Punkte mit nach Herten zu nehmen. Die erste Szene des Spiels gehörte den Löwen, die in Person von Jeremy Robinson die Führung erzielten. Zwei erfolgreiche Dreier von Carsten Bartels und Yannick Opitz brachten eine schnelle 8:0-Führung. Zur Freude der mitgereisten Fans hatten die Löwen noch nicht genug. Wieder war es Robinson, der durch seinen zweiten Treffer den 10 Punkte-Vorsprung markierte. Raffi Wilder, Coach der Gastgeber sah das gar nicht gerne und sah sich gezwungen, eine erste Auszeit zu nehmen. Doch die ersten Schwelmer Punkte ließen weiter auf sich warten. Die ersten Treffer vielen erst nach 210 Sekunden, als Anthony Pettaway von der Freiwurflinie auf 2:11 verkürzte. Die Antwort der Löwen ließ nicht lange auf sich warten, nach fünf Minuten stand es aus Sicht der Löwen 18:4. Bis zur ersten Viertelpause kämpften sich die Schwelmer zurück ins Spiel (20:27). Vor allem David Hicks war es zu verdanken, dass das Spiel wieder offener wurde.

Im zweiten Viertel erwischten die Korbjäger aus den Ennepe-Ruhr-Kreis den besseren Start. Hicks, Schröter und Brandon Hogg brachten ihr Team wieder bis auf drei Punkte heran (26:29). Doch es sollte noch zwei Minuten dauern, ehe die Baskets zum ersten Mal in Führung gehen konnten (33:31). Bis zur Pause gelang es der Heimmannschaft, ihre Führung auf vier Punkte auszubauen (45:41).

In der zweiten Halbzeit wollten die Raubkatzen das Ruder wieder herumreißen, die Schwelmer erwischten jedoch durch schnelle Punkte von Malinowski und Hogg einen optimalen Start. Die Löwen spielten ihre Angriffe nicht konsequent zu Ende und nahmen viele überhastete und verfrühte Würfe. Es dauerte sieben Minuten bis die Löwen durch Robinson zu ihrem ersten Treffer in der zweiten Halbzeit kamen. Das nutzten die Hausherren, um ihre Führung auf 19 Punkte auszubauen. Auch nach dem ersten Erfolg im zweiten Durchgang fanden die Löwen kein probates Mittel, um die Schwelmer Verteidigung zu überlisten. Demzufolge gingen Opitz und Co. mit einem klaren Rückstand in das Schlussviertel.

In den letzten Minuten kam keine Spannung mehr auf, die Löwen gestalteten die Partie zwar offener, aber der Heimsieg war den Schwelmer Baskets nicht mehr zu nehmen.

„Wir haben sehr gut angefangen. Wir waren in der Verteidigung und im Angriff gut strukturiert. Allerdings ist am Ende des ersten Viertels der Faden gerissen“, sagte Löwen-Trainer Tobias Trutzenberg. „Wir haben im zweiten Viertel und nach der Pause unsere Angriffe viel zu überhastet abgeschlossen und zu schnelle Würfe genommen. Nach der ersten Führung haben die Baskets ihre Erfahrung ausgespielt“, so der Löwen-Coach.

Nach der Schlusssirene richtet sich der Blick der beiden Trainer bereits wieder nach vorne. „Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm. Wir bereiten uns nun auf die SUM Baskets Braunschweig vor und wollen am Samstag den ersten Saisonsieg einfahren“, denkt Trutzenberg bereits an die Vorbereitung auf den nächsten Gegner.

Die Partie gegen die niedersächsische Talentschmiede findet am Samstag, 12. Oktober um 19:30 Uhr in der Sporthalle der Rosa-Parks-Schule (Fritz-Erler-Straße 2, 45701 Herten) statt. Tickets gibt es in der nächsten Woche im KundenCenter der Vestischen, Kaiserstraße 72, in Herten-Mitte oder am Spieltag an der Abendkasse.

Schwelmer Baskets – Hertener Löwen 90:72 (20:27; 25:14; 21:7; 24:24)

Schwelm: Hicks (20/2 „Dreier“), Malinowski (18/2, 9 Ass.), Pettaway (13, 7 Reb.), Schröter (10/1, 7 Reb.), Kramer (9/1), Hogg (8, 7 Reb.), Engel (7), Fiorentino (3), Mengering (1), Agyapong (1), Haake

Löwen: Reid (16/2), Robinson (16, 7 Reb.), Poole (14, 13 Reb.), Bartels (9/3), Opitz (5/1), Henrichs (4), Grote (4), Depta (3), Michalczyk (1), Schulze Pals
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