Gefühlte Gedichte über das Leben

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Ein starkes Stück von ihr selbst ist der Gedichtband "Gefühltes Leben", den sie auch selbst illustriert hat.
Zufall und Schicksal schreiben oft bemerkenswerte Geschichten im Leben. Von der Techn. Zeichnerin im Maschinenbau bis zur Heilerziehungspflegerin führt der bisherige Weg von Reinhild Garroth. In ihrer Jugend schrieb die Unnaerin erste Gedichte, auch über Liebe, doch vor allem über Lichtpunkte des Lebens und Wandel im Alter.


Mut und Zeit ihre Gedichte einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen fehlten Reinhild Garroth(63) bis vor Kurzem. Seit ihrem 17. Lebensjahr schrieb sie immer mal wieder Gedichte, verarbeitete Erlebnisse im Wortreim. "Im Laufe der Jahre immer mehr", erinnert sie sich. Das erste brachte sie nach einem Schreckenserlebnis zu Papier, das erste Liebesgedicht widmete sie ihrem Mann. Die Gabe Worte in Versform zu bringen, entwickelte sie über Jahre hinweg weiter, neben ihrem Beruf. Als techn. Zeichnerin arbeitete sie zunächst bei der Stromag, dann im Heizungsbau und später als Zeichnerin im Gartenbau- und Landschaftsbau.

Berufswechsel

Ein Schlüsselerlebnis brachte sie dazu, mit 40 Jahren das Ruder herumzuwerfen. Ihre Tochter absolvierte ein Praktikum einem Wohnheim für Schwerpflegebdürftige und lud sie irgendwann ein: "Mutter, du musst mal kommen." Schnell wurde Reinhild Garroth klar, eine Ausbildung zur Heilerzieherin wollte sie machen und war anschließend sechs Jahre in dem Beruf tätig. Ein Skiunfallzwang sie zur Aufgabe, sie wechselte in einen Bürojob. Stets schrieb sie Gedichte. Zu ihren Lieblingsautoren zählen Hermann Hesse und Christian Morgenstern. "Ich lasse mich von kleinen Dingen inspirieren", erklärt sie. So spannt "Im Konzert" den Bogen von den Vorbereitungen über das Einlaufen der Musiker bis zum Genuss in Moll. Beschriebene Gefühle des Glücks, eben "Glücksgefühle", beschreibt Reinhild Garroth in wenigen, die Fantasie anregenden Worten.
Wenn ihr etwas sehr zu Herzen geht, dann müsse sie schreiben. Ein erster Text bleibt zwei Tage liegen, wird korrigiert bis der Inhalt steht. Tiefsinnige Verse entwickelt sie daraus, etwa auch über das Alter, wenn der Blick klarer werde. Anregung gibt ihr heute die Betreuung von drei Pflegebedürftigen Menschen in einem Wohnheim und der Kontakt mit dem jüngeren Personal. Sie habe im Laufe ihres Lebens bemerkt, dass viele Menschen nicht selbständig werden, aus der Abhängigkeitsrolle kaum herauskommen. "Da machen zwei Generationen etwas falsch." Viele Gedichte handeln vom Werden der Persönlichkeit und der wachsenden Eigenständigkeit. Zahlreiche positive Rückmeldungen auf das Buch erhielt sie bereits. Eine Bekannte verwende es sogar im Deutschunterricht.
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