Rassegeflügelzucht - Pokaljagd oder ernster Hintergrund ?

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Sundheimer im Auslauf
„Rassegeflügelzucht –Pokaljagd oder ernster Hintergrund“ , so lautete das Thema eines Power-Point-Vortrags, den Thomas Meise am Sonntag , den 14. April auf der Monatsversammlung des Rassegeflügelzuchtvereins Iserlohn und Umgebung 1913 im Haus Dröge „Adria“ gehalten hat. Thomas Meise leitete seinen Vortrag mit einer Folie ein , die an ihn gerichtete e-Mails von Hühnerfreunden enthielt. Eine dieser Anfragen lautete: `Guten Tag Herr Meise. Ich habe Sie auf „Vieh-de“ als Züchter von Sundheimern ausfindig gemacht und möchte sie auf diesem Wege fragen, ob sie im Frühjahr eventuell einige Tiere abgeben würden, da wir eine kleine Zuchtgruppe aufbauen möchten.“ In einer anderen E-Mail heißt es: „Ich hatte vier Vorwerk Hühner. Zwei sind im letzten Jahr leider gestorben. Ich möchte nun wieder 2 neue Hühner dazukaufen. Da ich gerne mal andere Rassen hätte , bin ich auf der Suche nach alten , robusten Rassen , die auch vom Aussterben bedroht sind , auf die Sundheimer gestoßen.“
Aus diesen Anfragen geht hervor, dass auch in der heutigen Zeit Menschen, die in ihrem Garten eine kleine Hühnerhaltung aufbauen möchten , auf der Suche nach alten , bodenständigen Rassen sind, die auch im äußeren Erscheinungsbild sehr ansprechend sind.
Daraus leitet Thomas Meise die Frage ab : „Können wir nicht ganz einfach nur Rassegeflügel züchten , ohne es auszustellen?“ Die Antwort lautet, dass dieses nicht dauerhaft möglich ist, da Rassetiere als solche erkennbar bleiben müssten. Eine neutrale , kompetente Beurteilung könne nur auf Ausstellungen erfolgen . Ohne züchterischen Wettbewerb sei ein dauerhaft hohes Niveau einer Rasse kaum zu halten. Thomas Meise kommt zu dem Ergebnis:
„Die Rassegeflügelzucht ist ein bunter Strauß mit vielen verschiedenen Aspekten , Charakteren , Zielen und Erwartungen. Die Rassegeflügelzucht ist respektvoller Umgang mit Tieren und verantwortungsbewusstes Fortführen von Tradition.“
Geflügelrassen
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