Freizeitzentrum Lüner Höhe seit 33 Jahren für die Jugend da

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Michael Wrobel und Ivonne Antzoulatos sind Ansprechpartner für alle Jugendlichen im JFZ Lüner Höhe.
Kamen: Freitzeitzentrum Lüner Höhe |

Zusammen mit dem Stadtspiegel feiert auch das Freizeitzentrum Lüner Höhe Geburtstag: In der achten Ausgabe, am 13. November 1980, berichteten wir über die bevorstehende Eröffnung der Einrichtung.

Genau wie die Zeitung wird das Jugendfreizeitzentrum (JFZ) 33 Jahre alt. Am 28. November wurde die Eröffnung gefeiert. Viele Jugendliche, der Stadtjugendring und eine AG der Jusos hatten sich für den Bau eingesetzt. „Die Jugend war damals noch mehr engagiert“, erzählt Michael Wrobel, der heutige Leiter des JFZ.

Veranstaltungen wie eine Disco, zu der bis zu 500 Leute zusammenkamen, oder Konzerte mit Bands der Neuen Deutschen Welle fanden in einem großen Saal statt. Heute verfügt das JFZ über 36 Räume auf vier Etagen. In den Neunzigern verlagerte sich der Schwerpunkt auf geschlechtsspezifische Themen und Migrantenarbeit, da in der Umgebung viele Einwanderer wohnten. Auch ein Proberaum wurde eingerichtet. Zurzeit übt hier unter anderen die bekannte Black-Metal-Band „Black Horizonz“. Zu Beginn des neun Jahrtausends öffnete sich das Haus auch für Erwachsene und Vereine. „Mitte November bis Weihnachten tummeln sich hier die Vereine für ihre Feiern“, erzählt Wrobel. Seit 2001 gibt es die Ferienspiele und Mini-Kamen. Der seit Jahren beliebte Familienbrunch ist regelmäßig ausgebucht. Mittlerweile geht das JFZ wieder „back to the roots“ und veranstaltet Konzerte mit überregional bekannten Musikern. So ist am 22. November Hannes Bauer, Gitarrist in Udo-Lindenberg-Diensten, zu Gast. Am 5. April 2014 wird Ingo Insterburg auftreten, einen Tag vor seinem 80. Geburtstag.

Das JFZ ist in Kamen gut vernetzt. „Wir arbeiten viel mit Schulen und Kindergärten zusammen“, beschreibt Wrobel, der seit 2002 Leiter ist. Dazu gehört auch das Projekt Anker, das sich um Jugendliche kümmert, die nicht regelmäßig zur Schule gehen. „Wir wirken präventiv, helfen aber auch dann, wenn es fast zu spät ist“, so Pädagogin Ivonne Antzoulatos, die seit 2011 gemeinsam mit Wrobel das Haus leitet. Für 2014 bereitet sie bereits die Ferienspiele unter dem Motto „Abenteuer im Märchenland“ vor.
70 bis 100 Jugendliche besuchen das JFZ am Tag. Für sie sind Michael Wrobel und Ivonne Antzoulatos Ansprechpartner bei Sorgen, Elternersatz, Spielpartner und Lehrer, etwa bei Hausaufgaben. Vier Praktikanten, 15 Honorarkräfte für Workshops und eine Bufdi, die am 1. November ihren Dienst antreten wird, runden das Team ab.

Drei mal musste das Haus im Laufe seines Bestehens schließen. 2003 wurde eine Asbestsanierung durchgeführt, 2008 brannte es und 2011 lag ein paar Wochen zu viel Schnee.

Wrobel ist dem Haus seit 2001 treu. „Damals hab ich hier mein Anerkennungsjahr als Diplom-Sozialarbeiter gemacht“, erzählt der gebürtige Ahlener. Schließlich bekam er das Angebot, das Haus zu leiten.
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