Kamener Baudenkmal soll nicht weichen

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Bürgermeister Hermann Hupe (l.) und Baudezernent Dr. Uwe Liedtke erläutern die Situation des Baudenkmals.
Kamen: Innenstadt |

„Wir wollen das Haus auf jeden Fall erhalten“, bringt es Kamens Bürgermeister Hermann Hupe auf den Punkt: Das Baudenkmal „ehemals Malibu und Neubauvorhaben Am Geist/Güldentröge“ soll auf keinen Fall abgerissen werden.

Seit dem 3. März 1986 gehört das Gebäude zu den etwa 100 Denkmälern in der Sesekestadt. Die Stadt bezieht eine klare Position. „Zur Zeit gibt es noch keine Einigung mit dem Investor“, bedauert Hupe. „Ein Abriss steht aber nicht zur Debatte. Das Denkmal hat eine hohe städtebauliche Bedeutung.“ Gemeinsam mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Stadt den Zustand des Gebäudes überprüft. „Die gebäudehistorische Untersuchung hat gezeigt, dass noch große Teile der Originalbausubstanz erhalten sind, die sich zudem in einem guten Zustand befindet“, erklärt Baudezernent Dr. Uwe Liedtke. Das Haus wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Seitdem wurde es durchgehend als Gaststätte genutzt. „Das ist durchaus etwas besonderes“, so Liedtke.

Die Stadt besteht aber nicht auf dem derzeitigen Zustand. So hat das Baudenkmal zum Beispiel ein Zwischengeschoss, das nur etwa 1,80m Höhe hat. „Das kann durchaus mit einem anderen Geschoss zusammengefasst werden“, erläutert Liedtke. Auch in der Vergangenheit habe es schon Veränderungen gegeben; so wurde etwa ein Kamin eingebaut, wie Liedtke erklärt. „Auch war das Gebäude ursprünglich länger und wurde erst um 1900 auf seine heutige Länge gekürzt.“

„Wir nehmen die Interessen des Investors ernst“, sagt Hupe. „Wir freuen uns, wenn neues Kapital in die Stadt kommt.“ Da der Investor die beiden benachbarten Häuser (früher Friseur Walter und Eisdiele Venezia) abreißen lassen will, ist für den Neubau eine Einigung mit der Stadt nötig. So darf die Höhe des Neubaus nicht die des Baudenkmals überschreiten. „Wo wir am Ende ankommen, wissen wir noch nicht“, so Hupe. „Wir sind froh, dass die Gespräche so laufen, wie sie es im Moment tun.“ Er könne aber auch nicht ausschließen, das Stadt und Investor nicht zusammenkommen. „Einen Zeitrahmen für die Gespräche gibt es aber nicht“, so Hupe.
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