Oberaden: Im Gänsemarsch über die gefährliche Straße

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Zur Nahrungssuche durchstreifen die Wildgänse ein Rapsfeld, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite ihres Nestes liegt. Fotos (3): Jungvogel

Gemächlich im Gänsemarsch watschelte eine Wildgansfamilie über die stark frequentierte Erich-Ollenhauer-Straße in Oberaden. Quietschende Bremsen und ein wachsames Auge der Bergkamenerin Nadja Kumor waren es am Mittwoch zu verdanken, dass die kleinen Küken bis jetzt noch nicht überfahren worden sind.

Tierfreundin Nadja Kumor steckte der Schreck noch in den Gliedern, als sie auf der Heimfahrt von der Arbeit einen Wild-Unfall gerade mal vermeiden konnte. Zu Hause angekommen, verfasste Sie sogleich ein Schreiben an Bürgermeister Roland Schäfer, mit dem Inhalt, die Gefahrenstelle durch entsprechende Beschilderung zu entschärfen.
"Bitte schauen Sie sich als Bürgermeister die Gesamtsituation persönlich an", bat sie in ihrem Brief. "Auf der einen Seite ist es schön anzusehen, dass diese Gänsefamilie sich um ihre Küken sorgt, aber andererseits ist es traurig, dass sie einer mächtigen und tödlichen Gefahr ausgesetzt sind.“

Küken watscheln über die Straße

Die Wildgänse haben ihr Nest direkt am Teich, nahe der Erich-Ollenhauer-Straße. Zur Nahrungssuche durchstreifen sie allerdings oft ein Rapsfeld, das auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt.
Bürgermeister Schäfer reagierte prompt und ließ ein Warnschild kurzfristig am Gefahrenpunkt platzieren. Zudem hatte seine Referentin, Mona Lichtenhof, Kontakt zum zuständigen Jagdpächter aufgenommen. Vielleicht ließe sich die Gänsefamilie ja sogar umsiedeln. Doch bis das geklärt sei, soll eine Tempo-Reduzierung auf 30 km/h die Stelle entschärfen.
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Gabriele Bach aus Witten | 05.05.2014 | 20:52  
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