Romantische Lyrik von Mutter und Sohn

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Verstehen sich blendend: Mutter Maria und Sohn Thomas Volkermann. (Foto: Volkermann)
Kamen: Stadtspiegel |

Es kommt selten vor, dass Mutter und Sohn gemeinsam mit ihren Texten in einem Buch erscheinen: Mit romantischen Geschichten - passend zum Valentinstag - ist es allerdings im vergangenen Jahr der Kamenerin Maria Volkermann und ihrem Sohn Thomas gelungen, unabhängig voneinander mit eigenen Kurzgeschichten in der Anthologie „Liebesgeflüster“ des Testudo-Verlages zu erscheinen.

Thomas Volkermann hatte eine heitere Geschichte verfasst, die von der Suche nach der passenden Partnerin erzählt, und zudem noch eine Kontaktanzeige in Gedichtform. Maria Volkermann beschreibt in ihrer Erzählung „Die Buche“, wie sie sich nach 46 Jahren auf die Suche nach dem Baum machte, in dessen Rinde ihr Mann und sie sich als blutjunges Paar mit Herz und Buchstaben verewigt hatten. Die Ehe hält schon 45 Jahre. Das Buch ist seit Dezember 2014 im Handel.

Beide schreiben regelmäßig und konnten schon zahlreiche Beiträge veröffentlicht sehen. „Meine Texte sind meist sarkastisch und ironisch“, so Thomas Volkermann. „Wir befinden uns immer in einem kleinen Wettstreit“, sagt er scherzhaft. Seine Mutter schreibt über das, was sie grade bewegt. „Das können die sozialen Medien sein, aber auch die Krankheit einer Freundin“, sagt sie. „Ich schreibe aber auch über humorvolle Themen“, ergänzt Maria Volkermann.

Beide haben eine gute Beziehung zueinander. „Daran sieht man, dass Schreiben Generationen verbinden kann“, so Thomas Volkermann. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, gemeinsam in einer Anthologie zu erscheinen.“
„Wir diskutieren unsere Ideen mit dem jeweils anderen, um sie zu verbessern. Wir lesen unsere Texte auch gegenseitig Korrektur“, so Thomas Volkermann. Mittlerweile gehen die beiden auch gemeinsame Texte an. „Wir wollen uns demnächst der Renga-Lyrik widmen. Das sind japanische Kettengedichte“, so Thomas Volkermann. Im späten Frühling wird ein eigenes Werk von Maria Volkermann erscheinen. „Ich habe ein autobiografisches Buch über meine Kindheit in den 50er- und 60er-Jahren verfasst“, erklärt sie. „Ich erzähle aber auch vom damaligen Zeitgeschehen, etwa der Sturmflut in Hamburg oder der Ermordung von John F. Kennedy.“

Eine leider unentdeckte Kuriosität hat Thomas Volkermanns Geschichte: „Die Story ist als reale Kontaktanzeige gedacht, daher habe ich auch meine Handynummer miteingebaut. Da sie als Chiffre gedruckt und wohl nicht erkannt wurde, war die Resonanz niederschmetternd“, sagt er schmunzelnd. Vielleicht antwortet ihm jetzt jemand...

Infos zum Buch gibt es hier.
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