Fröhliche Feierstunde an der Prismaschule

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Bei der symbolischen Schlüsselübergabe (von links): Thomas Keller, Schulaufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf, Bürgermeister Fank Schneider, Schulleiter Raoul Schlösser und Ulrich Moenen, Fachbereichsleiter. Foto: Michael de Clerque

Wo einst die Schule mit dem Türmchen stand, glänzt heute ein modernes Schulgebäude mit der auch konzeptionell wahrscheinlich modernsten Schule im Land, und sie ist das Herzstück des „Lerncampus Stadtmitte“, wie Schulleiter Raoul Schlösser „seine“ Schule bei der Einweihung nannte.

„Lerncampus Stadtmitte“ eingeweiht

Rund 150 Gäste mögen es gewesen sein, die sich am Samstagmorgen in der Aula des neuen Gebäudes an der Fröbelstraße eingefunden hatten. Sie erlebten eine fröhliche Feierstunde, locker moderiert von den beiden Schülerinnen Kara Philipp und Katarina Stefanoska, mit Musik und Gesang der Schulkinder und mit begeisterten Reden der Verantwortlichen für dieses Projekt. Am Nachmittag schloss sich ein buntes Schulfest an, das auch viele Langenfelder nutzten, um sich selbst einmal ein Bild zu machen und an einer der zahlreichen Führungen durch den Komplex teilzunehmen.

Zeit- und Finanzrahmen der „Prismaschule“ wurden eingehalten

Bürgermeister Schneider betonte bei der Einweihungsfeier, dass diese städtische Gesamtschule alle Erwartungen übertroffen habe. Die „Frauenpower“ aus dem städtischen Gebäudemanagement hätte hier eindrucksvoll bewiesen, dass sich der öffentliche Dienst in Sachen Leistungsfähigkeit hinter keinem Unternehmen aus der freien Wirtschaft verstecken müsse. Schneider: „Im Ergebnis steht mit diesem Schulneubau ein zukunftsfähiges, modernste Ansprüche der Funktionalität und Pädagogik erfüllendes Gebäude, das mit 15 Millionen Euro Kostenvolumen zu den Top-3-Projekten der letzten 40 Jahren neben dem Rathaus und der neuen Feuerwache gehört. Sowohl Kosten- als auch Zeitrahmen wurden eingehalten – was bekanntlich nicht überall der Fall ist!“

Beste Zukunftschancen bieten

Das Projekt „Zweite Gesamtschule für Langenfeld“ sei vor etwa fünf Jahren angestoßen worden, und der Weg bis zur Fertigstellung sei schwierig gewesen, doch das Ziel war, Kindern und Jugendlichen beste Zukunftschancen zu bieten, und dies sei mit der neu strukturierten Schullandschaft in Langenfeld möglich (wir haben darüber in einer Serie ausführlich berichtet). Schneider vergaß in diesem Zusammenhang auch nicht die Bürger, die nach anfänglicher Zurückhaltung oder gar Ressentiments gegen diese Schule große Kompromissbereitschaft zum Wohle der nachfolgenden Generationen bewiesen hätten. Dank für ihre Kooperationsbereitschaft sprach er auch besonders den Verantwortlichen der drei auslaufenden Schulen aus. Dem Schulleiter, seinen Kollegen und auch der ganzen Schulgemeinde dankte er für die Geduld während des „dreijährigen Auswärtsspiels“ in der Schule Fahlerweg. Und damit übergab er den symbolischen Schlüssel an Schulleiter Schlösser.

Bildung hat hohen Stellenwert

Die Schulaufsicht bei der Bezirksregierung Düsseldorf war vertreten durch den Leitenden Regierungs-Schuldirektor Thomas Keller, der in einem Grußwort den Zusammenklang neuer pädagogischer Konzepte mit der besonderen Bedeutung des Lernortes lobte. Junge Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen seien hier bestens aufgehoben. Bildung habe in dieser Stadt einen hohen Stellenwert. „Wir haben nur einen Rohstoff, und der heißt Bildung“, sagte Keller. Die Anforderungen seien heute größer denn je, aber hier könne man ihnen gerecht werden.

Modernste Schule in NRW

Ein strahlender Leitender Gesamtschul-Direktor Raoul Schlösser berichtete, der Einzug in das neue Gebäude sei für die Kinder „wie Weihnachten und Geburtstag auf einmal“ gewesen. Wahrscheinlich sei es die modernste Schule in Nordrhein-Westfalen mit einer Einheit aus Architektur, Haltung und Didaktik. Es gebe genügend Differenzierungsräume, anspruchsvolle Ganztagsräume, kurz: einen absolut lebenswerten Lebensraum in einem „Lerncampus Stadtmitte“, der mit umliegenden Schulen und Kindergärten eine Einheit erarbeiten wolle. Die drei Stichworte „langsam, leise und respektvoll“ genügten im übrigen als Verhaltensregel und Wertschätzung untereinander.

Traditionen übernehmen

Und noch etwas lag dem Schulleiter am Herzen: „Die Nachhaltigkeit und die Tradition wollen wir übernehmen und weiterentwickeln“, was einige Besucher der Feierstunde sicher mit Wohlwollen vernommen haben. Als ganz besonders rührende Geste hatte der Schulleiter seine eigene Grundschullehrerin und einen seiner Gymnasiallehrer zur Eröffnungsfeier des „absolut gelungenen Projektes“ eingeladen und überreichte ihnen einen Blumenstrauß und als bergischer Jung auch eine bergische Brezel.
Danach gehörte die Schule den 500 Schülern aus 17 Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 8, ihren 42 Lehrern, ihren Eltern und unzähligen Besuchern, die gemeinsam ein zünftiges Schulfest feierten.
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