Die Vulkaneifel - Teil 3: von Strohn bis Gerolstein

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So kann man auch Werbung machen: vor dem Strohner Vulkanmuseum
 
Die Strohner-Lavabombe
Strohn: Strohn | Unsere zweite Radtour führte uns ebenfalls über die Bahntrasse: diesmal aber in die andere Richtung. Unser Ziel war das Dörfchen Strohn: dort befindet sich die grosse Lavabombe. Sie wiegt 120 t und hat einen Durchmesser von fast 5 m. Im Vulkaneifelmagazin kann man folgendes nachlesen: 1969 löste sie sich bei einer Sprengung im Steinbruch am Wartesberg aus 15 m Höhen aus der Wand. Im Winter 1980/81 zogen Strohner Bürger sie auf einer Eisenplatte mit einer Planierraupe über die gefrorene Schneedecke an ihren heutigen Standort. Erst eine spätere Kernbohrung konnte klären, wie sie entstand: während der Ausbrüche des nördlichen Wartgesberg-Vulkan löste sich ein Stück Kraterwand und rollte in den Schlot zurück. Auf ihrem Weg sammelte sie glühende Lavafetzen ein, die auf ihrer Oberfläche festklebten. Dieser Vorgang ereignete sich mehrere Male, bis die heutige Größe erreicht war. Dann wurde die Kugel in den Kraterwall eingebaut und erst durch den Abbau kam sie wieder zum Vorschein.
Von Strohn aus fuhren wir wieder bis Gillenfeld zurück und auf einem anderen Radweg Richtung Manderscheid. Leider führt kein direkter Radweg von Gillenfeld bis dahin und so mussten wir den Restweg auf der Hauptstraße fahren: davon 4 km Bergab bis unterhalb von Manderscheid. Wenn man auf der anderen Seite ein Stück die Straße hochfährt, hat man einen tollen Ausblick auf die Unter- und die Oberburg von Manderscheid. Aber so, wie wir auf der einen Seite die Straße runtergerollt sind, mussten wir auf der anderen Seite ganz schön treten, um wieder hoch in den Ortskern von Manderscheid zu kommen. Ein kleines, beschauliches Dörfchen. Dort versorgten wir uns mit Essbarem und legten direkt hinter der Dorfgrenze unsere Mittagspause ein. Da es keinen Radweg gab, fuhren wir erst auf der Straße und bogen dann in einen Waldweg ab, der als Wanderweg ausgezeichnet war. Ein sehr beschwerliches Unterfangen: ist es schon auf asphaltierter Straße schwierig, die Berge zu erklimmen, so ist es auf einem Wanderweg doppelt schwer. Ich hatte den Eindruck, dass der Weg hier noch steiler war.

Anderntags entschlossen wir uns deshalb, mit dem Auto nach Wallenborn zu fahren, um den Kaltwasser-Geysir zu bestaunen. Der „Brubbel“ (wallende Quelle) spuckt ca. alle 30-50 Minuten eine Fontäne von 2-4 m in die Höhe. 10 Minuten vorher hatte er erst gesprudelt und wir mussten ca. 35 Minuten warten, bevor das Wasser langsam anfing zu „sprudeln“ und dann plötzlich die Wasserfontäne hochschoss. Aber an diesem Tag war er faul: die Fontäne war leider nur max. 2 m hoch. Aber das Ereignis ist trotzdem sehenswert. Man fühlt sich direkt an Island erinnert.

Unsere Fahrt führte uns dann noch nach Gerolstein. Wirklich mal eine Stadt. In der Nähe des Kyll-Ufers gibt es reichlich Parkplätze. Da die City auch hier wieder höher liegt, kann man entweder zu Fuß die Treppen hoch steigen oder mit einem Lift fahren. Auch hier das gleiche Bild wie in Daun: es gibt keinen Bürgersteig. Aber es fahren längst nicht so viele Autos durch die Fußgängerzone und für die Gastronomie wurden extra Plätze eingerichtet.
Von der Fußgängerzone führt eine steile Treppe zur Kirche hoch. Gehbehinderte können so bestimmt nicht am Gottesdienst teilnehmen. Weiter oben führt allerdings dann eine kleine Nebenstraße auch noch dort hin. Von dort kann man dann auch weiter zur Löwenburgruine hinauf.
Unser Weg entlang der Kyll führte uns am „Sidinger Drees“ vorbei. Dies ist ein bereits versiegtes Quellgebiet, welches schon zu Zeiten der Kelten als solches verehrt wurde; ebenso wie später auch von den Römern.
Kehrt man auf der anderen Seite zur Stadt zurück, hat man aber einen wunderbaren Blick auf die Felsformation Munterley, auch die Gerolsteiner Dolomiten genannt.

Viel Spaß beim Betrachten der Bilder, die auch teilweise wieder Untertitel haben.
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9 Kommentare
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 08.10.2016 | 11:32  
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