Hilfe aus Menden für Griechenland "rollt"

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Dr. Thomas Tillmann (Mitte) hat gut lachen: Die DHL übernimmt den Transport der Hilfsgüter, die der Mendener Arzt für das Gesundheitszentrum in Igoumenitsa in Griechenland organisiert hat. Mathias Plötner (3.v.li.), DHL-Logistik-Fachmann für Europa, hat die „Zustellung“ organisiert. Die Schirmherrschaft für die Hilfsinitiative hat der frühere Mendener Bürgermeister Volker Fleige übernommen. Staplerfahrer Hassan Yildirim begann am Mittwoch mit der Verladung der Spenden.

Gute Teamarbeit ist eben alles: Der Mendener Allgemeinmediziner Thomas Tillmann hat das Hilfsprojekt gegründet. Ex-Bürgermeister Volker Fleige ist Schirmherr. Die DHL besorgt kostenlos die Transporte nach Griechenland. Und der griechische Arzt, gleichzeitig ASB-Mitglied, Konstantinos Moutevelis hat als Übersetzer und Berater fungiert.

Der Lkw mit Spritzen, Verbandsmaterial, Einweghandschuhen sowie Stühlen und Liegen, die aus kürzlich geschlossenen heimischen Arztpraxen stammen, ist auf dem Weg nach Griechenland.
Genauer gesagt: auf der Reise zum Gesundheitszentrum in Igoumenitsa.
„Damit wird das Zentrum etwa sechs Monate lang auskommen“, prognostizierte Dr. Tillmann im Gespräch mit der Presse.
Es ist die erste große Lieferung, die der Mendener Arzt auf den Weg bringt. Kleine Spendengüter hatte er kürzlich schon persönlich nach Griechenland geschafft. Auch diesmal - Anfang kommender Woche - wird er nach Igoumenitsa reisen, um die Verteilung der Waren zu kontrollieren.
Der Arzt will sichergehen, dass auch alles dort ankommt, wofür es bestimmt ist: „Wir machen zwar eine humanitäre Aktion, keine politische, das heißt aber nicht, dass wir politisch naiv sind.“

Hilfsaktion
läuft weiter

Schirmherr Fleige ergänzte: „Griechenland ist etwas aus dem Fokus verschwunden. Deshalb wollen wir etwas für die Bevölkerung tun.
Und zwar nicht einmalig. „Unsere Aktion endet nicht mit dieser Lieferung. Sie wird fortgeführt.“
Das Gesundheitszentrum muss man sich, so erläuterte Dr. Tillmann der Presse, als ein Zwischending zwischen Arztpraxis und Krankenhaus vorstellen. „Ähnlich wie bei uns in Deutschland eine Krankenhausambulanz.“
Im Gesundheitszentrum wird jeder Kranke versorgt, nicht nur jene mit Krankenversicherung.

"Man kann nicht ganz
Griechenland retten"

Dr. Konstantinos Moutevelis, der im Mendener St. Vincenz-Hospital tätig ist und Dr. Tillmann bei den Übersetzungen der Bedarfsgüterlisten geholfen hat, brachte es während der Pressekonferenz abschließend auf den Punkt:
„Man kann nicht ganz Griechenland retten, aber es ist ein riesiges Hilfsprojekt für den Ort.“
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