"Zahlen sind 'Märchen'" - Werbegemeinschaft kommentiert Ausschussvorlage

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Die Mendener Stadtfeste, um die es in erster Linie geht, sind im wahrsten Sinne des Wortes "bunt".

Menden. Die Stimmung zwischen Werbegemeinschaft Menden und der Stadtverwaltung scheint gespannt. In einer Stellungnahme bezeichnete WG-Vorstand Frank Oberkampf am heutigen Dienstag Zahlen, die die Verwaltung in einer Sitzungsvorlage nennt, als "Märchen".

Aktueller Anlass der Stellungnahme der Händlervereinigung ist die Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des "Ausschusses für öffentliche Sicherheit und Ordnung" am morgigen Mittwoch (17 Uhr, Ratssaal, Neues Rathaus).
In der Sitzungs- und Beschlussvorlage hat die Verwaltung den Ausschussmitgliedern unter anderem Zahlen genannt, die Einnahmen und Kosten für den "Mendener Frühling" und den "Mendener Herbst" betreffen.

Stadt Menden:
10.000 Euro
Personalkosten


Die Personalkosten, die das Ordnungsamt für die Organisation des "Mendener Frühlings" und des "Mendener Herbstes" aufwendet, werden in dieser Vorlage auf jährlich rund 10.000 Euro beziffert.
Die Mendener und Lendringser Feste (Mendener Frühling und Mittelaltermarkt, Mendener Herbst, Mendener Winter, Lendringser Frühling, Lendringser Erntedankfest, Dorfadvent Lendringsen, Menden à la Carte sowie Karnevalszug am Sonntag) sollen bei der Vor- und Nachbereitung (zum Beispiel Schilder aufstellen) seitens der Stadt gleichbehandelt werden.
Ferner werden in der Vorlage die Leistungen aufgelistet, die die Stadt für die Werbegemeinschaft bei der Organisation von "Frühling" und "Herbst" übernimmt. Wobei die Verwaltung zusammenfasst: "Die Unterstützung geht damit weit über das hinaus, was anderen Vereinen und Verbänden an Unterstützung durch die Verwaltung bei der Organisation der Feste gewährt wird." (Die komplette Sitzungsvorlage steht auf der Homepage der Stadt Menden.)

Werbegemeinschaft:
"Zahlen der Verwaltung
sind Märchen"


Auch die vollständige Stellungnahme der Werbegemeinschaft ist online nachzulesen (www.lokalkompass.de/menden). Aus Platzgründen sind an dieser Stelle in der Printausgabe nur Auszüge möglich.
Das Schreiben der Mendener Werbegemeinschaft beginnt mit den Worten: "Der Mendener Frühling 2017 findet nur statt, weil der aktuelle Kompromissvorschlag von der Werbegemeinschaft ausgeht. Für den Herbst konnte der Bürgermeister leider keine ähnliche Unterstützung zusagen. Deshalb hat sich die Werbegemeinschaft beim Frühling gegen ein 'Weiter wie gehabt' als letztmalige Ausnahme entschieden. Ohne Ausgabenkürzungen beim Fest an sich und der Zusage der WSG, den restlichen Verlust zu tragen, hätten wir den Mendener Frühling leider absagen müssen."
Anschließend nennt Frank Oberkampf Zahlen für Einnahmen, Ausgaben und Sponsoring. Und fasst zusammen: "Unterm Strich hat die Werbegemeinschaft beim Herbst 2015 einen Überschuss von 7.343,90 Euro gemacht, dem gegenüber steht ein Verlust beim Frühling von 7.412,31 Euro. Der Mendener Herbst 2016 hat einen etwas höheren Überschuss von rund 2.000 bis 3.000 Euro erzielt, da das Sponsoring erhöht wurde und als Ausnahme die zusätzlichen Einnahmen der E-Meile zur Verfügung standen."
Die Werbegemeinschaft fasst zusammen: "Die Zahlen der Verwaltung sind 'Märchen', die man übrigens auf Nachfrage bei uns auch leicht hätte richtig darstellen können. Unterm Strich hat die Werbegemeinschaft nicht einen Cent verdient."

Gibt es noch
verkaufsoffene Sonntage?


Gibt es im Menden weiterhin verkaufsoffene Sonntage? Dazu schreibt die Händlervereinigung: "Sollten die Feste tatsächlich nur dem Einzelhandel in die Karten spielen, dürften wir bei der jetzigen Gesetzeslage zum Beispiel sonntags wahrscheinlich gar nicht mehr öffnen."

Das komplette Statement der Werbegemeinschaft steht hier: http://www.lokalkompass.de/menden/leute/stellungna...

Die Stellungnahme von Bürgermeister Wächter finden Sie hier:
http://www.lokalkompass.de/menden/politik/buergerm...
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