Bürgerbahn statt Abrissbagger

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Menschentrauben warten auf den Zug nach Dortmund
Abstimmung mit den Füßen zur Oesetalbahn

Mit einem so überwältigendem Erfolg der Pendelfahrten Hemer-Dortmund haben selbst die Initiatoren nicht gerechnet: Über 1000 Beförderungen in drei Pendeln. Trauben von Menschen warteten bereits eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig Hemer. Sie wollten auf jeden Fall mit in den Zug nach Dortmund. Aber auch aus Richtung Dortmund nahmen unerwartet viele Menschen das Angebot wahr, nach Hemer zu kommen, direkt ohne umzusteigen. „Das war eine Abstimmung mit den Füßen“ werten Matthias Gast und Ingrid Ketzscher von den Oesetalbahnern: „die Menschen sehen die Vorteile dieser Bahnverbindung. Sie wehren sich vor allem gegen den Abriss der intakten Schiene zwischen Menden und Hemer. Denn sie wissen, je weiter das Netz ausgedünnt wird, desto unattraktiver das Bahnfahren.“
Die Bürger kamen aus Überzeugung, dessen sind sich die Oesetalbahner sicher. Denn viele Fahrgäste spendeten mehr, als sie für eine Fahrkarte hätten bezahlen müssen. „Da sind wir wieder“ meldeten sich einige kleine Kinder bei den Oesetalbahnern. Sie hatten die Strecke schon bei ihrer Klassenfahrt zur Landesgartenschau kennengelernt und genossen diesmal mit Mama und Papa die Fahrt.
Die Oesetalbahn überdauert die Landesgartenschau. Schon wieder wurde eine Fahrt bestellt. Am 31.10. wird ein historischer Schienenbus die Strecke nutzen. Und damit wird die Oesetalbahn genau 100 mal befahren.
Für die gute Kooperation mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn, die sich als Infrastrukturunternehmen zur Verfügung gestellt hat, spricht der Oesetalbahnverein seinen Dank aus. Ohne die RSE wären die attraktiven Angebote für die Bürger nicht möglich gewesen.
Nähere Infos zur Hundertsten Fahrt folgen.
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2 Kommentare
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Peter Gerber aus Menden (Sauerland) | 25.10.2010 | 22:51  
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