Stöckl-Schuhe laufen weiter: Moerser Sportler ging 250 Kilometer ohne Schlaf und Verpflegung

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Sascha Stöckl, hier in einer künstlichen Collage, begab sich auf Schusters Rappen Richtung Frankreich, auch um sich auf größere Ziele vorzubereiten. Diese neuen, ehrgeizigen Ziele für nächstes Jahr sind einerseits quer durch Deutschland zur Zugspitze zu laufen oder das 24-Stunden-Rennen in Duisburg als Einzelfahrer mit Mountainbike zu bestreiten. Sascha Stöckl sucht hierfür Sponsoren. Kontakte bitte an die Redaktion, Hombergerstraße 2-4, 47441 Moers. Collage: Landgraf (Foto: Sascha Stöckl)

Sascha Stöckl besitzt Ausdauer und liebt Extreme. Das bewies der Moerser zuletzt bei einem "Spaziergang" nach Frankreich. Rund 250 Kilometer legte er zu Fuß zurück, Tag und Nacht und ohne Verpflegung.

Am Niederrhein. Auch als Vorbereitung für den ENNI Citylauf Xanten am 16. September sah der 29-jährige Moerser seinen Marsch an, den er kurzerhand an einem Wochenende unternahm. Startpunkt für Stöckl war Moers. Samstagmorgen ging es um 5 Uhr los. Von seinem Arbeitgeber in Duisburg-Hamborn hatte er frei bekommen einschließlich Montag, optional bis Dienstag. Mit dem gelben Marathontrikot am Leib und kräftigen Waden in den Laufschuhen war das ausgemachte Ziel Perl - die deutsch-französische Landesgrenze. "Auf die Idee kam ich beim Fußball, da fragte ich mich: Warum nicht nach Frankreich laufen?", berichtet Stöckl, für den Sport zum Leben einfach dazugehört. Mehrere Zehn-Kilometer-Läufe, auch in der ENNI-Laufserie, hat der junge Mann hinter sich, kickt hobbymäßig beim Zack Banana's e.V. und nun hat er eine neue Leidenschaft entdeckt: jene für lange Wege, die das Ziel sind.

Vorbereitung auf Xantener Citylauf


"Nach Frankreich zu laufen ist schon landschaftlich reizvoller und anspruchsvoller als nur nach Holland. Man läuft durch die Eifel, durch Rheinland-Pfalz und durchs Saarland", erklärt das Sport-As. "All diese Eindrücke wollte ich mitnehmen."
Verpflegung war Ballast. Ernährt hat er sich von Beeren und Äpfeln am Wegesrand. "Da gab es genug." Einmal habe er ein altes Brötchen gefunden und auch mal zwei rote Paprikaschoten vom Italiener am Samstagabend. Und trinken? "Trinken war überhaupt kein Problem, da gab es frisches Wasser aus Bächen oder aus Brunnen in Dörfern, durch die ich kam." Beim Lauf habe er festgestellt, in welchem Luxus wir alle doch leben, zwischen all diesen Supermärkten.


Von Beeren und Äpfeln ernährt

Schaflosigkeit macht ihm nichts aus. "Bei Müdigkeit habe ich mich mal eine Dreiviertelstunde auf die Wiese gelegt und bin eingeschlafen."
Zwischendurch postete er mal etwas im Netz, erntete Lob. Und Durchhalte-Parolen: "Lauf, Forrest, lauf!", witzelte jemand.
Als er dann endlich am Montagabend in Perl ankam, hatte er lediglich noch ein paar Schritte über die Grenze gemacht und sich danach auf die Wiese gelegt. In einer Bibliothek fand er einen Sessel zum Ausruhen. Dann ging es 1000 Meter zum nächsten Bahnhof. Ab nach Hause!

24-Stunden-Rennen in Duisburg im Visier


Doch, wer nun glaubt, dass Stöckl-Schuhe nicht mehr laufen wollen, der irrt. Neue verrückte Ziele steckt sich der Abenteurer: Nächstes Jahr soll es quer durch Deutschland zur Zugspitze gehen, so wie es Joey Kelly schon mal unternommen hat, den er auch anschreiben will. Und das 24-Stunden-Rennen in Duisburg visiert er 2017 an. Als Einzelfahrer mit Mountainbike. Dafür sucht er Sponsoren. Kontakte bitte an die Redaktion! Mit Karte, Trikot und kräftigen Waden ging´s los.
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4 Kommentare
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 02.08.2016 | 14:42  
Harald Landgraf aus Moers | 03.08.2016 | 09:21  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 03.08.2016 | 09:56  
Harald Landgraf aus Moers | 04.08.2016 | 11:50  
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