KKV SETZT ZEICHEN: GEGEN VERORDNETE STERBEHILFE IN EUROPA!

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Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Arne Gericke von der Familien-Partei (Mitte) haben sich der KKV-Bundesvorsitzende Bernd-M. Wehner (2. von rechts) und Mitglieder des KKV in Brüssel zu einer Menschenkette versammelt, um gegen die Sterbehilfe-Resolution im Europaparlament zu demonstrieren.

Katholischer Sozialverband und Europaabgeordneter Arne Gericke organisieren Protestaktion in Brüssel / Resolutionsentwurf von Sozialdemokraten, Linken und Liberalen verhindern


Brüssel/Essen. Am Freitag letzter Woche hat der Bundestag über die aktive Sterbehilfe abgestimmt – inzwischen hat die Debatte auch das Europaparlament erreicht: Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Arne Gericke (Familien-Partei) haben Mitglieder des KKV diese Woche in Brüssel mit einer Menschenkette gegen die aktive Sterbehilfe demonstriert. Grund ist ein Resolutionsentwurf von Abgeordneten der Sozialdemokraten, Linken und der Liberalen, die ein Recht auf aktive Sterbehilfe in allen EU-Mitgliedsstaaten fordern. Für Bernd-M. Wehner, Monheimer Bundesvorsitzender des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), ein moralisches Unding: „Hier wird uns Mord unter dem Deckmantel scheinbarer Würde verkauft. Das ist Verrat am Leben – und dem muss man sich als Christ entgegenstellen.“

Den Resolutionsentwurf (55/2015) aufgedeckt und die Proteste angeregt hatte Arne Gericke, seit Juli 2014 Europaabgeordneter der Familien-Partei im Europäischen Parlament und Sozial- sowie Menschenrechtsexperte der drittstärksten Fraktion. In dem Papier, eingereicht von 14 Abgeordneten der S&D, der Linken, der Liberalen und der Grünen, heißt es, jeder EU-Bürger solle „die Möglichkeit haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sein Leben in Würde zu beenden.“ Moralisch mehr als zweifelhafte Begründung dafür: „Das Recht auf ein Leben in Würde bedingt das Recht, in Würde zu sterben.“

Für Gericke und Wehner untragbar: „Ich kann nur davor warnen, den assistierten Suizid zu legalisieren. Wenn im Falle eines angeblich unerträglichen Leidens der Tod auf Rezept ermöglicht wird, wird auch dem sozialen Druck die Bahn geebnet“, so der KKV-Bundesvorsitzende. Und der Europaabgeordnete, selbst Mitglied im KKV, ergänzt: „Es geht hier auch um das Prinzip der Subsidiarität. Die EU hat definitiv kein Recht, über europaweit einheitliche Regelungen zur Sterbehilfe zu entscheiden.“

Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau habe es bereits in seiner Berliner Rede im Jahre 2001 auf den Punkt gebracht, wenn er sagte: „Wo das Weiterleben nur eine von zwei legalen Optionen ist, wird jeder rechenschaftspflichtig, der anderen die Last seines Weiterlebens aufbürdet.“ Es entstehe ein psychischer Druck, den medizinischen, pflegerischen und finanziellen Aufwand zu vermeiden und sich dem Trend des sozialverträglichen Frühablebens anzuschließen. „Wer will noch am Leben bleiben, wenn er spürt, dass sein Weiterleben den Angehörigen eine große Last bedeutet?“, gibt Wehner deshalb zu Bedenken.

Eine aktive Sterbehilfe widerspreche im Übrigen nicht nur dem christlichen Menschenbild, sie sei auch ein weiterer Schritt auf dem Weg, menschliches Leben der Beliebigkeit anheim zu stellen, so der KKV weiter. Abgesehen davon, dass damit der Willkür Tür und Tor geöffnet würde, zeigten solche Überlegungen, wohin eine Gesellschaft gerate, wenn sie sich anmaße, Herr über Leben und Tod zu sein und damit immer mehr Gott aus dem Spiel lasse. In Würde sterben, könne deshalb nie bedeuten, dass man sich selbst umbringe.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de oder unter 0201 87923-0.
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