Der Turm muss weg!

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Blick aufs Podium mit (v.l.) Kandidat Jochen Gottke, Moderator Rolf Heber, MdL Ibrahim Yetim und SPD-Chefin Elke Buttkereit
Neukirchen-Vluyn: Kulturhalle |

Der Auftakt der themenbezogenen Jochen-Gottke-Aktion rund um die ehemaligen Nau-Bauten war ein voller Erfolg: rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des SPD-Bürgermeisterkandidaten Jochen Gottke in die proppenvolle Kulturhallen-Galerie. Und nicht nur das Thema garantierte höchste Spannung und Emotionen

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„Es war eine bunte Besuchermischung aus Bewohnern, Nachbarn und allgemein Interessierten,“ so Rolf Heber, der die Podiumsrunde mit Jochen Gottke, Elke Buttkereit, MdL Ibrahim Yetim und dem Publikum moderierte. Und weiter: „Die lebhaft diskutierten Entwicklungsperspektiven des, aus allen politischen Lagern gemischten, Publikums haben zur Spannung des Abends beigetragen“. Das sich am Ende nahezu alle Teilnehmer für Gottke’s Forderung nach einer Ein-Euro-Lösung für das Turmgrundstück aussprachen, konnte als gutes Zeichen für den Kandidaten gewertet werden.

Während des rund 30-minütigen Vortrags des Bürgermeisterkandidaten herrschte hohe Konzentration, denn eine so aktuelle und umfassende Informationensaufbereitung und Darstellung über Grundstücks- bzw. Wohnungsgrößen und das Geschäftsmodell „Schrott-Immobilien“, in denen niedrige Kapitalmarktzinsen, Anzahl vermieteter Wohn-Quadratmeter und Grundstückwerte in kürzester Zeit zu Millionen-Gewinnen führen, war für alle Teilnehmer neu.

Es gab auch Neues zu berichten: die Namen der aktuellen Grundstücksbesitzer waren den meisten nicht bekannt: etwa die Portfolio Neukirchen-L-GmbH, die die Rechtsnachfolge der Vluyn-Immobilien-UG angetreten hat, oder auch die Portfolio Neukirchen-S-GmbH anstelle der PAB-Immobilien UG. Auch dass der Turm selbst mit den angrenzenden Gebäuden für gut 100.000 Euro in eine Projekt-IV-GmbH der Peach-Property-Group (PPG) verkauft wurde.

Ebenso die Information über den Kaufpreis der gesamten ehemaligen Nau-Bauten in Höhe von fast 15 Millionen an die „Familie Olbrich“. Da stockte dann doch so manchem der Atem, denn 6 Millionen Euro Verkaufsgewinn nach nur 5 Monaten Besitz, Massenkündigung mit anschließender Mieterhöhung und Wiederverkauf sprengt die Vorstellungskraft so mancher Teilnehmer.

„Die These der CDU-Scharfmacher, ich hätte den Investor Olbrich aus Neukirchen-Vluyn vertrieben ist damit nun eindeutig widerlegt“, so Jochen Gottke in seinem Fazit, zumal die „neuen“ Portfolio-Firmen bereits am Tage nach der Zwangsversteigerung am 4. Dezember 2014 von der Familie Olbrich gegründet wurden. „Es wird immer deutlicher, dass nur ein starkes städtisches Engagement unter Einbeziehung aller planungsrechtlichen Instrumente zur weiteren positiven Entwicklung der ehemaligen Nau-Bauten beitragen kann“.
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