Prämierte Skulptur am Bahnhof

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Was ist das für ein Wesen? Halb Mensch, halb Tier? Unschuldig weiß, die Hände eng an die Brust gelegt und in sich ruhend, scheint es mitten im Teich zu schweben.

Die japanische Künstlerin Leiko Ikemura hat ein rätsel­haftes Mischwesen für den Platz vor dem Recklinghäuser Hauptbahnhof geschaffen. Am Sonntag, 20. September, wird die Skulptur „Hasentempel“ der Stadt und ihren Bürgern übergeben. Sie ist ein Geschenk der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West die Ikemuras Arbeit mit der Vergabe ihres 10. Kunstpreises ausgezeichnet hat.

„In dieser Grünanlage entsteht ein geheimnisvoller, tempelgleicher Platz der Ruhe und Konzentration. Zugleich wertet dieser nun gleichsam entrückte Ort das durchaus problematische Umfeld auf“, heißt es in der Begründung der Jury. Innehalten an einem Ort der Hektik, des Kommens, Gehens, Durchreisens? Wie in den meisten Städten ist der Vorplatz des Bahnhofs in Recklinghausen ein „Unort“, geprägt von stadtplaneri­schen Notwendigkeiten, von Verkehrsachsen für Mensch und Fahrzeug und einem kleinen Grünbereich mit Wasser und Brücke. Die Brücke versteht Leiko Ikemura hier als „symbolische Verbindung zwischen beiden Welten“ - der Natur, des Innehalten, der Kontemplation und urbaner Geschäftigkeit, zielstrebiger Bewegung.

Am Sonntag um 13 Uhr ist die offizielle Übergabe des Kunstwerks. Zu Gast sind unter anderem Bürgermeister Christoph Tesche. der Direktor der Kunsthalle Prof. Dr. Ferdinand Ullrich und natürlich auch die Künstlerin selbst. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr gibt es dazu ein unterhaltsames Kinderprogramm mit Workshops, geführte Kunstspaziergänge, Musik, Speisen und Getränke.
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