Ergebnisse Zensus 2011 - Daten sind jetzt öffentlich im Internet abrufbar

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Insgesamt waren 570 Erhebungsbeauftragte unterwegs. Foto: Statistisches Bundesamt
Der Zensus 2011 war die erste flächendeckende bundesweite Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung seit mehr als zwei Jahrzehnten. Ziel war die Ermittlung der amtlichen Einwohnerzahlen sowie von Informationen, wie die Menschen in Deutschland leben, wohnen und arbeiten. Dabei wurden auch wichtige Daten für zukünftige infrastrukturelle Planungen auf Kreis- und kommunaler Ebene gesammelt.

Jetzt liegen die Ergebnisse vor – auch für Recklinghausen. Die Stadtverwaltung macht die Daten, die ihr vom Statistischen Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) zur Verfügung gestellt wurden, im Internet frei zugänglich. Auf der städtischen Internetseite www.recklinghausen.de finden Interessierte zwei Dokumente. Sie enthalten die regionalen Daten zum Thema „Bevölkerung“ und zu dem Aspekt „Gebäude und Wohnungen“.

Überblick über Bevölkerungsstruktur

Dies ermöglicht es den Bürgern, einen Überblick über die bestehenden Bevölkerungsstrukturen sowie die Gebäude- und Wohnungsstruktur von der Bundes- über die Landes- bis zur Gemeindeebene zu erhalten.
Insgesamt mussten im Kreis circa 50.000 Personen einen Zensus-Bogen ausfüllen – acht Prozent der gesamten Bevölkerung im Vest.

Gefragt wurde bei der sogenannten Haushaltsstichprobe etwa nach persönlichen Angaben, Zuwanderung, Ausbildung und Berufstätigkeit. Die meist gewählte Auskunftsform war das persönliche Interview mit einem der insgesamt etwa 570 Erhebungsbeauftragten. Zehn Prozent der Befragten schickten den Bogen per Post, nur sechs Prozent wählten die Online-Variante.

Auch Sonderbereiche aufgesucht

Neben regulären Haushalten wurden beim Zensus auch sogenannte Sonderbereiche erfasst, das heißt Heime und Einrichtungen, die in der Regel der längerfristigen Unterbringung von Personen dienen, wie zum Beispiel Studentenwohnheime, Internate oder Kloster (nicht-sensible Sonderbereiche) sowie Krankenhäuser, Obdachlosenheime oder Justizvollzugsanstalten (sensible Sonderbereiche). 84 Erhebungsbeauftragte erfassten dazu Daten von Personen in über 300 Einrichtungen.

Wohnraum in NRW erfasst
Darüber hinaus wurden landesweit alle Gebäude- und Wohnungseigentümer direkt von IT.NRW postalisch befragt. Ziel dieser Gebäude- und Wohnungszählung war es, alle Gebäude mit Wohnraum und bewohnte Unterkünfte sowie alle Wohnungen flächendeckend vollzählig und aktuell zu erfassen.

Wenn Eigentümer durch IT.NRW nicht zu ermitteln waren oder ihren Fragebogen nicht zurückschickten, wurden die fehlenden Daten von der Erhebungsstelle vor Ort erhoben.

Ab Februar 2012 erfolgte im Kreis Recklinghausen eine Inaugenscheinnahme der Gebäude und Wohnungen durch die Erhebungsbeauftragten der Zensusstelle Recklinghausen. Bis April wurden die Daten von über 11.000 Anschriften erfasst und an IT.NRW übergeben.
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