Wohin mit Kühlschrank & Co.?

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Elektrogeräte wie Kühlschränke können bei den KSR abgegeben werden. Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de

Wohin mit alten Elektrogeräten? Dass sie nicht in den Restabfall gehören, ist zwar nicht neu, aber vielleicht nicht selbstverständlich. Die einfache Grundregel lautet: Alles, was einen Stecker hat, können Bürger an der Wertstoffsammelstelle der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) am Beckbruchweg 33 kostenlos abgeben.

Elektrogeräte enthalten Wert- und Schadstoffe, die man entweder wiederverwenden kann oder fachgerecht entsorgen muss. Das regelt auch das Elektrogesetz.
"Das Getrenntsammeln hat sich seit Jahren bestens bewährt, viele Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser bringen uns die ausgedienten Geräte oder lassen sie von uns abholen, damit diese recycelt werden können", sagt Heidi Samhuber von der KSR-Abfallberatung.
Das Elektrogesetz lässt den Verbrauchern die Wahl, ob sie ein defektes Altgerät zur Wertstoffsammelstelle bringen oder es in den Fachhandel tragen. Doch Vorsicht: nicht alle Geschäfte, die Elektrogeräte verkaufen, sind zur Annahme von Altgeräten verpflichtet. Die Größe der Verkaufsfläche und die Größe des Elektrogeräts spielen dabei eine Rolle.
"Daher sind die Bürgerinnen und Bürger immer auf der richtigen Seite, wenn sie mit ihren Altgeräten zu uns kommen", sagt Heidi Samhuber. Zu den Öffnungszeiten ist die Annahme in haushaltsüblichen Mengen ohne Terminabsprache möglich: montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 15.30 Uhr.
Angenommen werden Elektrogroß- und -kleingeräte. Zu den Kleingeräten zählen zum Beispiel Radios, Telefone und Handys, Faxgeräte, Laptops, Tastaturen, MP3-Player, Videokameras, Nähmaschine, Bügeleisen, Wasserkocher, Toaster, Fritteusen, Föne, Kaffeemaschinen, Rasierer, Wecker, elektrische Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Akku-Schrauber, elektrische Kochplatten, Schreibtischlampen, Keyboards, Blutdruckmessgeräte, Rauchmelder und Thermostate.
Zu den Großgeräten gehören beispielsweise Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke, Herde, Geschirrspüler, elektrische Heiz- und Klimageräte, Staubsauger, Mikrowellen, aber auch Geräte zur Unterhaltung, wie Fernseher, Computer, Monitore, Drucker und HiFi-Anlagen einschließlich Boxen. Die großen Geräte holen die KSR auch kostenlos direkt zu Hause vom Straßenrand ab - dazu reicht ein Anruf bei den KSR, um einen Abholtermin zu vereinbaren.

Batterien und Akkus raus!

Wichtig ist, Batterien und Akkus vor der Abgabe vom Altgerät zu trennen. Immer mehr Geräte werden mit sogenannten Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterien oder -akkus betrieben. Weil es in der Vergangenheit zu Bränden von Sammelcontainern durch defekte Batterien und Akkus gekommen ist, müssen alle Energieträger vor der Abgabe aus den Geräten entfernt werden. Daher bitten die KSR, alle Batterien und Akkumulatoren aus den Geräten zu nehmen und getrennt davon am Wertstoffhof abzugeben. Bei einigen Geräten ist der Akku Bestandteil der Apparate, wie bei Zahnbürsten oder Rasierern. Für diese Geräte stehen am Wertstoffhof gesonderte Behälter bereit. "Für diese Mithilfe sind wir sehr dankbar, denn sie erleichtert das Sortieren und Transportieren der Altgeräte enorm", sagt Heidi Samhuber.

Tausch- und Verschenkmarkt

"Ein großer Teil der abgegeben Altgeräte funktioniert noch einwandfrei und ist viel zu schade zum Wegwerfen, das stellen wir immer wieder fest", erläutert die Abfallberaterin. "Dafür gibt es unseren Tausch-und Verschenkmarkt im Internet." Auf den KSR-Seiten können die Bürger kostenlos und ohne Anmeldung ihre Geräte zum Tausch oder zum Verschenken anbieten. "Gebrauchsfähige Elektrogeräte an Interessierte zu verschenken oder zu tauschen ist umweltfreundlich, vermeidet Abfälle und hilft gleichzeitig anderen Menschen."
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