Tennenfest mit Getreideernte und Feldarbeit

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Erntearbeit wie in alten Zeiten: Die Landtechnik-Freunde des Heimatvereins haben beim Tennenfest gezeigt, wie es geht.
 
Im Vergleich zu den gewaltigen modernen Maschinen wirkte dieser alte Mähdrescher fast zierlich.

Gahlen. Zum siebten Tennenfest haben der Heimatverein Gahlen und die Landtechnik-Freunde am Sonntag an die "Olle Schuer", das Heimathaus des Vereins, eingeladen. Die Besucher sind dabei 50 Jahre und mehr in die Vergangenheit zurückgereist, denn die Ernte und Feldarbeit mit historischen Maschinen stand wieder im Vordergrund. "Vom Korn zum Brot" hieß das Motto des Tages.

"Das Getreide ist zu nass", begründete Heimatvereins-Vorsitzender Jürgen Höchst die rund einstündige Verzögerung des Programms. Nach dem starken Regen am Samstag mussten Wind und Sonne das Feld und die gesäte Triticale (eine Getreidemischung) erst abtrocknen, bevor der alte Claas-Mähdrescher seine Runden drehen konnte. Auch der Mähbinder der Landtechnikfreunde, die Feldhaus-Dreschmaschine und die historische Mühle kamen zum Einsatz. Die Löschgruppe des Heimatvereins führte unter anderem die Funktionen des vor einigen Jahres restaurierten Fahrzeugs mit seiner Drehleiter vor.

Harte Feldarbeit vorgeführt

"Wir wollen zeigen, wie schwer es die Leute früher hatten", sagte Höchst zu den Vorführungen, die sich viele Zuschauer anschauten. Dieses Ziel hatten auch die anderen Arbeitsgruppen des Vereins, die "Waschwiewer" ebenso wie die Frauen der Gruppe "Vom Schaf zur Socke". Als neue AG machten diesmal in der "Olle Schuer" die drei zugehörigen Bäcker mit. Einen leckeren Butterstuten holten sie aus dem Ofen. Bei der Aktion "Wünsch Dir was" waren die Anregungen und Ideen der Gahlener gefragt. Eine davon: die Zusammenarbeit der Vereine verbessern und den benachbarten Dorstener Stadteil Östrich einbinden.

Tennenfest ohne festen Termin

Das Tennenfest sei die einzige Veranstaltung des Vereins ohne festen Termin. "Wir springen, je nachdem, was gesät wurde und wann geerntet werden kann", erklärte der Vorsitzende. Wegen der Getreide-Ernte war es diesmal Anfang August. Das Fest sei erntebedingt auch schon in den September gefallen.
Die Arbeit in und an der "Olle Schuer" geht weiter. Nachdem der Verein die Gebäudehülle weitgehend saniert hat, soll es jetzt um das Innere gehen. Dabei hilft den Ehrenamtlichen der Umstand, dass die Familie Hemmert-Halswick, Eigentümerin des Gebäudes, das nötige Material bezahlt und durch Spendengelder die anfallenden Lohnkosten gedeckt werden können. Wie berichtet hat die Ton-Stiftung Nottenkämper den Verein ebenfalls unterstützt.

In diesem Jahr bereits rund 20.000 Euro investiert

Rund 20.000 Euro habe der Verein allein in diesem Jahr investiert, schätzt Höchst. Das Ziel: Zum nächsten Tennenfest soll die Scheune fertig sein.
Der Verein hat noch ein weiteres: Eine komplette, alte Wohnung zu zeigen, wäre ein interssanter Punkt. Historische Sachspenden bekomme der Verein immer wieder, so der Vorsitzende. Mit dem wachsenden Fundus sei aber darauf zu achten, dass der Verein Dinge nicht doppelt und dreifach sammele. Nötig wäre es auch, den Bestand mit seinen geschichtlichen Hintergründen zu archivieren. Die Arbeit geht den Ehrenamtlichen also keinesfalls aus - im Gegenteil. Mit der Gemeinde und dem Kreis Wesel ist der Verein übrigens im Gespräch, um die nicht optimale Parksituation bei den Festen an der Bruchstraße zu verbessern. Derzeit werden die Fahrzeuge auf der Bankette abgestellt.
Der nächste Termin des Heimatvereins: Am Einheitsfeiertag, 3. Oktober, lädt dieser von 11 bis 18 Uhr zum Lippebräu-Tag auf Kamphaus Hof, Vennweg 35, ein.
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