Interview mit Geschäftsführer Michael Nölle

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Die Schwelmer Baskets gehen nach einer tollen Saison mit dem ersten Platz in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord in die Play-Offs. Die bedeutet Heimrecht in nahezu allen möglichen Play-Off-Runden. In der ersten Runde steht bereits am Samstag (19:30 Uhr, Sporthalle West)die BG Leitershofen als erster Gegner auf dem Parkett. Kurz vor den Play-Offs haben wir Michael Nölle den Geschäftsführer der Schwelmer Baskets um ein Interview gebeten.

Herr Nölle, wie ist die bisherige Saison aus Ihrer Sicht verlaufen?

Natürlich bin ich mit dem bisher Erreichten überglücklich. Wir sind mit 9 neuen Spielern in die Saison gestartet, was einen totalen Umbruch im Team bedeutet hat. Keiner konnte zu Beginn wirklich sagen was zu erwarten sein würde, insbesondere weil wir aufgrund fehlender Einnahmen den Etat für das Team erneut deutlich verkleinern mussten. Was unser Trainer Raphael Wilder aus den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln geschafft hat ist einfach Wahnsinn. Er hat unglaubliches geleistet und gezeigt, dass er einer der besten Trainer ist. Wir hatten das Saisonziel ausgegeben nach so einer Umstellung im Team die Play-Offs sicher erreichen zu wollen, was wir mit Bravour geschafft haben. Dass nun auch noch der Vorrunden-Meistertitel herausgesprungen ist, hätten wir niemals erwartet.

Nach vielen deutlichen Siegen in Folge hat es dann nur noch knappe Siege und auch ein paar Niederlagen gegeben. Inwiefern hat dies möglicherweise auch mit dem Abgang von Aubrey Conerly zu tun?

Wir haben Aubrey verpflichtet als die Verletzung von Fabian Gentgen erneut aufgebrochen ist. Aufgrund einer Klausel ruhte in dieser Zeit sein Vertrag, wodurch Geld für einen weiteren Spieler frei wurde. Was sich von außen vermuten lässt, belegen auch die Statistiken und die Ergebnisse, der Abgang von Conerly hat uns enorm geschwächt. Die Gesamteffektivität des Teams ist deutlich gesunken, in der Offensive machen wir 10 Punkte weniger und bei einigen Spielern ist die Trefferquote deutlich nach unten gegangen. Zwar haben wir nach Aubrey noch weitere Spiele gewinnen können, dies aber deutlich knapper als zuvor. Obwohl Trainer und Manager uns auf die möglichen negativen Auswirkungen deutlich hingewiesen haben, waren wir aber gezwungen vor der Wechselfrist am 10. Januar, Aubrey an Konstanz abzugeben. Wäre dieser Zeitpunkt verpasst worden, hätten wir Aubrey bis zum Ende der Saison bezahlen müssen. Dies ist für uns finanziell einfach nicht machbar gewesen. Das Fabian Zeit brauchen wird um an seine alten Leistungen anzuknüpfen, haben wir gewusst und billigend in Kauf genommen. Leider durchzieht sich seit dem Abschied von Aubrey auch eine Pechsträhne durch das Team was Verletzungen und Krankheiten angeht. Die Intensität und der Konkurrenzkampf im Training fehlt, genau das was uns zu Beginn so stark gemacht hat.

Welche Chancen sehen Sie, auch dem sicherlich bitteren Ausfall von Dominik Malinowski in den Play-Offs?

Die Mannschaft ist zwar deutlich geschwächt und hat auch aus bekannten Gründen ein paar schlechte Spiele gespielt, aber ich kenne das Team und den Trainer und weiß, dass sie alles daran setzen werden so weit wie möglich in den Play-Offs zu kommen. Play-Offs haben ihre eigenen Gesetze und es beginnt alles wieder bei Null.

Am Samstag werden in der Halle Trikots mit den Unterschriften der Spieler verkauft. Was hat es hiermit auf sich?

Aufgrund der angespannten finanziellen Situation der Baskets haben sich Teile unserer Sponsoren für zusätzliche Leistungen bereit erklärt, wofür ich mich noch einmal herzlich bedanken möchte. In diesem Zusammenhang hat unser Partner Teamsport Philipp Hagen originale Baskets-Trikots gesponsert die wir von den Spielern signieren lassen werden. Der Verkauf soll die finanzielle Situation der Baskets weiterhin verbessern. Ich hoffe hier auf die Unterstützung unserer Fans.
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