Flucht und Trauma von Frauen und Mädchen – FRAUENFORUM UNNA bietet Unterstützung für ehrenamtlich Helfende

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Das NRW-Ministerium für Gesundheit, Familie, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) fördert in diesem Jahr mit 30.000 € Beratung und Unterstützung für von Gewalt betroffene traumatisierte Flüchtlings-
frauen im Kreis Unna.

Im Februar konnte das Frauenforum dazu eine zusätzliche Mitarbeiterin einstellen, die derzeit Angebote für die Sensibilisierung und Schulung von Ehrenamtlichen sowie zur niedrigschwelligen Begleitung und Beratung von traumatisierten Flüchtlingsfrauen entwickelt.

„Ehrenamtlich unterstützende Menschen kümmern sich in den Ein-
richtungen auch um traumatisierte Flüchtlingsfrauen und gegebenenfalls deren Kinder“, erläutert Karin Gottwald, Leiterin der Frauen- und Mädchenberatungsstelle.
„Dabei treffen sie auf Frauen und Familien, die aus bedrohlichen Situationen gekommen sind und sich auch weiterhin in einer belastenden Lebenslage befinden.

Diese Frauen und Familien haben traumatische Situationen erlebt, tragen schwer an diesen. Daraus ergeben sich bei einigen spezifische Verhaltens-
weisen, die von außen manchmal unverständlich und schwer nachvollziehbar sind. Deshalb kann die ehrenamtliche Arbeit zusätzlich sehr belastend und bedrückend sein,
zu Stresssituationen führen.“

Kostenlose Angebote und Schulungen sollen darin unterstützen,
die besonderen Anforderungen besser bewältigen zu können, mehr Sicherheit im Erkennen und Handeln zu bekommen, ohne dabei die eigenen Bedürfnisse und Grenzen aus den Augen zu verlieren.

Sozialarbeiterin Heike Bagusch: „Wir werden vertrauliche Einzelberatungen und Fallbesprechungen für Ehrenamtliche anbieten, die in ihrer Tätigkeit mit Flüchtlings-
frauen und ihren Familien zu tun haben.
Themen der Einzelberatung können sein Entlastung, Stress, Überforderung und Trauma.


Außerdem werden wir in diesem Jahr Schulungen für ehrenamtlich Tätige durchführen. Inhalte werden sein das Trauma im Grundsatz, das Erkennen von und der Umgang mit Trauma-Symptomen sowie Hinweise zum Erhalt der notwendigen Selbstfürsorge für die Helfenden.“

Zweitägige Schulungstermine sind vorgesehen am 24. Mai und
7. Juni sowie am 6. September und 13. September 2016, jeweils von 18:00 – 20:30 Uhr im Haus des Frauenforumsin der Hansastrasse 38
in Unna.

Ab Sommer wird dann zusätzlich traumatisierten Flüchtlingsfrauen die Möglichkeit eröffnet, sich in geschützter Atmosphäre zu treffen und auszutauschen.

Geplant sind verschiedene Gruppenangebote, beispielsweise bei einem Frauenfrühstück niederschwellig in Kontakt mit der deutschen Sprache zu kommen und vereinfacht Informationen über die Rechte als Frau in Deutschland zu erhalten.
„Denkbare Kooperationspartner für solche niedrigschwelligen Treffpunkte werden derzeit angefragt,“ so Heike Bagusch.
„Zudem möchten wir dann, neben der Weitergabe wichtiger Informationen, betroffenen Frauen, wenn gewünscht, kostenlose Beratungsgespräche in Begleitung einer Dolmetscherin anbieten.


Für die Organisation und die Kosten der Sprachmittlung können wir dank der Förderung des Landes-Ministeriums aufkommen.
Auch eine parallele Kinderbetreuung zu den Angeboten stellen wir uns vor.“
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