Neue Koooperation des Frauenforums mit MannoG - Mann ohne Gewalt

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Die Frauen- und Mädchenbe-
ratungsstelle des Frauenforums hat im Augustmit dem Verein Die Brücke e.V. in Dortmund, dem Projekt „MannoG – Mann ohne Gewalt“, eine schriftliche Kooperationsvereinbarung zur Täterarbeit in Fällen häuslicher Gewalt abgeschlossen.

Häusliche Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem,“ stellt Karin Gottwald, Leiterin der Frauen- und Mädchenberatungsstelle fest. „Nach einer 2004 von der damaligen Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie wird jede 4. Frau Opfer von häuslicher Gewalt. Frauen erleben unabhängig von Alter, Bildungsstand, Einkommen und Herkunft Gewalt durch den Partner. Im Haushalt lebende Kinder sind immer mit betroffen, hören und sehen die Auseinandersetzung zwischen den Eltern.“

Mehr als die Hälfte der in 2016 beratenen 323 Frauen und Mädchen gaben erlebte Gewalt im eigentlich vertrauten Umfeld an.
Weitere 42 Frauen und ihre Kinder fanden Schutz im Frauenhaus des Frauenforums, bis September des laufenden Jahrs sind dies bereits schon 33 Frauen.
“Wir wollen den immer wiederkehrenden Kreislauf der Gewalt durchbrechen,“ berichtet Beraterin Melanie Windmüller.
„Unser Ziel ist die Schaffung eines Beratungs- und Unterstützungsangebotes auch für Männer im Kreis Unna.
Heute freuen wir uns, in der Brücke e.V. in Dortmund als Träger des Projekts MannoG einen Kooperationspartner gefunden zu haben.
Gemeinsam wollen wir einen aktiven Beitrag zum Opferschutz leisten, um so nachhaltig Gewalt in Beziehungen zu beenden.“

Das Projekt MannoG richtet sich an Männer, die von Gerichten oder Staatsanwaltschaften zur Teilnahme verpflichtet wurden, aber auch an Männer, die sich auf Anraten von Polizei, Sozialen Diensten, Justiz oder Opferberatungsstellen melden oder die sogar aus eigener Motivation den Kreislauf häuslicher Gewalt unterbrechen wollen. Das Angebot wird vom NRW-Justizministerium gefördert.

„Täterarbeit ist Gewaltprävention und Opferschutz für Frauen und deren Kinder,“ erläutert Claudia Koch, Beraterin im Projekt MannoG.
„Unsere pädagogische und therapeutische Arbeit mit Männern, die bei Konflikten ihre Partnerinnen und Ex-Partnerinnen schlagen oder bedrohen, ist notwendig um weitere Übergriffe zu vermeiden.
Wir motivieren Männer, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und zukünftig ihre Auseinandersetzungen mit ihren Partnerinnen gewaltfrei und möglichst respektvoll zu führen.“

Die Frauen- und Mädchenberatungsstelle ist unter 02303/82202, das Projekt MannoG unter 0231/13970460 erreichbar.

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