Heiner Lauterbach in Unna: Filmdreh zu "Forever Sauerland"

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Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun spielen die Hauptrollen in „Forever Sauerland“. Die Dreharbeiten fanden auch im Katharinen-Hospital in Unna statt. (Foto: ARD Degeto/Frank Dicks)
 
Für's "Familienalbum" (Foto: privat)
Unna: Katharinenhospital |

Es klang so aufregend, als der Kollege verriet „Am Unnaer Katharinenhospital wird heute ein Film gedreht – mit Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun!“. Ein bisschen Babelsberg in Unna, ein Hauch von Hollywood? Das klang doch spannend.

Doch die Realität war am vergangenen Freitagnachmittag dann doch weitaus profaner, als man sich das vorgestellt hatte:

Erstes sichtbares Zeichen, dass hier am Katharinen-Hospital etwas Ungewöhnliches geschieht, sind Reihen von Kleinlastern und Campingwagen, die auf den Parkplätzen an der Mozartstraße parken. Dazu ein Mann mit Baseballcap, der mit einem kleinen Elektroscooter hin und her flitzt. Die Frage, wo denn Herr Lauterbach sei, wird mit einem Schulterzucken beantwortet. „Der schläft wohl noch in seinem Camper“, ist die kurze Antwort.

„Forever Sauerland“
heißt der Film, in dem Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun die Ruheständler Horst und Johann spielen, die ihren Lebensabend in der Ruhe und Abgeschiedenheit des Sauerlands verbringen möchten. Doch weil das allein als Filmhandlung zu langweilig wäre, spielen Horsts in Frankfurt lebende überfürsorgliche Tochter, sein ihn hassender Enkelsohn und ein zum Leichenwagen umgebautes Cabriolet entscheidende Rollen in dieser deutschen Komödie.

Warum gerade das Unnaer Katharinen-Hospital als Drehort ausgewählt wurde? „Es war das Krankenhaus, das sich am besten geeignet hat“, erklärt Aufnahme- und Produktionsleiter Rico Krahnert. Denn für Unna hatte man sich erst nach einem „Casting“ mehrerer Krankenhäuser entschieden. „Es sollte in der Nähe unserer anderen Drehorte im Sauerland liegen, über einen gekachelten OP-Raum verfügen und genügend Platz für Team und Ausrüstung bieten.“

Großer Aufwand für das Katharinenhospital


„Auch wenn der Dreh nur ein paar Stunden dauert, ist alles mit einem großen Aufwand verbunden“, staunt Karin Riedel, Pressesprecherin des Katharinen-Hospitals. Denn das Krankenhaus muss nicht nur für passend ausgestattete Drehorte sorgen, sondern auch Platz bieten für das Catering der Crew. „Und natürlich dürfen die Dreharbeiten nicht den Klinikalltag stören“, betont Karin Riedel. So merken die Patienten kaum etwas von der Aufregung im Haus. Kurzerhand wurde ein Laiendarsteller aus der Krankenhaus-Crew eingebaut, manch ein Mitarbeiter machte sogar unbezahlte Überstunden. Nicht zuletzt für die Chance, Heiner Lauterbach und Friedrich von Thun live und „in echt“ zu erleben.

Gedreht wird in Unna eine Geburtsszene. „Horst erinnert sich daran, wie seine Tochter in den 70er Jahren geboren wurde“, erklärt uns Rico Krahnert, „diese Szene drehen wir hier heute.“ „Dafür haben wir noch alte OP-Ausstattung aus unserem Lager organisiert und unseren letzten gekachelten OP in der Dermatologie zum Kreißsaal umfunktioniert“, ergänzt Karin Riedel, die uns später verrät, dass die Szene „locker erst um 22 Uhr“ im Kasten war.

Das Katharinenhospital befindet sich in Frankfurt


Kleiner Wermutstropfen: Das Katharinen-Hospital wird nicht sich selbst spielen, „das eigentliche Krankenhaus soll in Frankfurt liegen, der Zuschauer wird das Katharinenhospital also gar nicht erkennen“, so Rico Krahnert. Zumal es keinen Außendreh gibt, gezeigt wird nur der Kreißsaal und ein Flur. „Wer aber schon einmal hier war, wird das Haus natürlich erkennen“, schmunzelt Karin Riedel, die den Film, der 2015 gezeigt wird, mit Spannung erwartet.

Im Gespräch ist ein zerknittert ausschauender Friedrich von Thun an uns vorbeispaziert. Wir wollen nun auch nicht länger im Weg herumstehen. Und Herr Lauterbach? Herr Lauterbach schläft wohl noch in seinem Camper…
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1 Kommentar
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Elke Preuß aus Unna | 02.10.2014 | 15:58  
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