82. Westfälische Tennismeisterschaften: Titel für Morderger und Müller

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Mareike Müller auf dem Weg zur Titelverteidigung (Foto: privat)

Nicht nur bei den French Open im Stade Roland Garros wurde am vergangenen Sonntag (7. Juni 2015) tolles Tennis gespielt, sondern auch auf der idyllischen Anlage des TC Buer Schwarz-Weiß-Grün in Gelsenkirchen. Denn bei den 82. Westfälischen Tennismeisterschaften der Damen/Herren/Herren 30 sowie der Seniorinnen und Senioren standen die Finalspiele in 17 Altersklassen (Rekord!) auf dem Programm.

Wie das Herren-Finale war auch das Damen-Finale zwischen Yana Morderger (TC Kamen-Methler) und Julia Wachaczyk (TC Union Münster) auf dem Court M angesetzt gewesen. Yana Morderger war als Titelverteidigerin in das Turnier gegangen und hatte ihre Favoritenrolle im gesamten Turnierverlauf auch bestätigt. Auf dem Weg zum Titel gab sie keinen Satz ab - auch nicht im Endspiel gegen Wachaczyk, die sie mit 6:2, 6:2 in die Schranken weisen konnte. Dabei war Wachaczyk eigentlich in guter Form, hatte vor allem in den Punktspielen für den TC Union in der Zweiten Liga aufgetrumpft, die Bielefelderin fand aber im gesamten Match keinen Weg gegen die druckvollen Grundschläge - insbesondere der beidhändigen Rückhand - Mordergers.

Die Bielefelderin hatte sich in der Vorschlussrunde mit 6:4, 6:3 gegen Maren Sundermeier (Bielefelder TTC) durchgesetzt, die in der ersten Runde von der Absage Tayisiya Mordergers profitiert und dann die an sieben gesetzte Alexandra Bezmenov (Blau-Weiss Soest) mit 6:1, 6:2 ausgeschaltet hatte. Yana Morderger hatte im Halbfinale die Nummer zwei der Setzliste, Katharina Gerlach (THC im VfL Bochum), überraschend deutlich mit 6:1, 6:1 bezwungen.

Seit Langem war auch einmal wieder eine Damen 30-Konkurrenz zustande gekommen. Dort waren im Finale die beiden Favoritinnen unter sich: Die topgesetzte Martina Kuhlmann (TC Eintracht Dortmund) spielte gegen die an zwei gesetzte Mareike Müller (TC Kamen-Methler).

Im Halbfinale zuvor hatte Kuhlmann ihre Mannschaftskollegin Britta Göge mit 6:3, 6:3 bezwungen, Müller hatte gegen Roth mit 6:4 geführt, als diese aufgeben musste. Das Endspiel war ausgeglichen: Nachdem sich Müller den ersten Satz deutlich mit 6:1 geholt hatte, kämpfte sich Kuhlmann zurück und glich durch ein 6:4 aus.

Am Ende war Müller dann aber doch die bessere Spielerin, siegte mit 6:1 4:6 6:2 und holte sich ihren zweiten Westfalenmeistertitel bei den Damen 30.

Bei den Damen 55 hatten es mit der Marlerin Sabine Block und Dagmar Frank-Schmidt (TC Bochum Süd) zwei ungesetzte Spielerinnen den Sprung ins Halbfinale geschafft, für beide war allerdings dort Endstation: Block musste sich der topgesetzten mehrfachen Westfalenmeisterin Gabi Schneider (Rot-Weiß Stiepel) mit 5:7, 4:6 geschlagen geben und Frank-Schmidt verlor mit 2:6, 0:6 gegen die an zwei gesetzte Uta Kaiser (TC Unna 02 Grün-Weiß). Somit standen sich im Endspiel die Nummer eins und zwei der Setzliste gegenüber, dort spielte allerdings nur eine: Gabi Schneider gewann mit 6:1, 6:2 und darf sich erneut Westfalenmeisterin nennen.

Die voran gegangenen drei Meisterschaften beim TC Unna 02 Grün-Weiß waren vorbildlich, aber der neue Gastgeber meisterte sein Debüt als Turnierveranstalter mit Bravour. Alle Spieler lobten die Anlage und auch Verbandspräsident Robert Hampe hatte nur Komplimente für die Gelsenkirchener übrig, die Hermann Maas, 1. Vorsitzender des Vereins gerne zurückgab. Kein Wunder, dass sich Robert Hampe und Maas bereits jetzt so gut wie einig sind, dass auch die 83. Auflage der Westfälischen Tennismeisterschaften im kommenden Sommer möglicherweise wieder beim TC Buer stattfinden könnte: "Ich kann das zwar nur in Rücksprache mit meinen Kollegen im Verbandspräsidium entscheiden, bin mir aber zu 99,9 Prozent sicher. Was der Club hier geleistet hat, hat auf jeden Fall das Niveau eines Challengerturniers."
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