Denis Schmitz zeigt in der Schweiz erneut Bestleistungen

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Vom 26. bis 29. Mai fand in der Schweiz (Nottwil) der ParAthletics Grand Prix 2016 statt. Im Rennrollstuhlsport einer der hochkarätigsten Wettbewerbe überhaupt. Die gesamte Weltelite hatte sich versammelt. Wie schon berichtet, konnte sich Denis Schmitz (RGS Bönen) hier in seiner Schadensklasse (T33) gegen direkte Konkurrenten messen. Mit Denis waren die Top 6 der Klasse T33 am Start.


„Ich hatte Denis darauf eingestellt, dass die Zeiten das wichtigste sind, schließlich müssen noch Normen geknackt werden.“ berichtet der Vater Rüdiger Schmitz. „Es geht auch immer noch darum, dass Denis auf internationalen Wettbewerben Erfahrungen sammelt. Die Top 3 der Klasse T33 sind einfach noch zu stark für Denis.“

Für jede der Strecken 100/200/400 und 800 Meter waren je zwei Starts vorgesehen. Der erste Start über 400 Meter war dann auch gleich die erste Erfahrung: Denis kannte bisher nur einen sehr lauten Startschuss. In Nottwil war der Startschuss aber sehr leise, sodass er diesen erstmal gar nicht mitbekommen hat. Seine Fans (die deutschen Sportkollegen) schrien vereint auf Denis ein.

Mit einem Schreck in den Knochen fuhr er los und hat dann vor lauter Eifer den Rolli auf den 400 Metern so verschoben, dass er seine Bahn verlassen hat und dadurch disqualifiziert wurde. Die 100 Meter waren für die Nominierung extrem wichtig, 20,08 Sekunden die zu erreichende EM-Norm. Denis gab alles und verpasste mit einer hervorragenden Zeit von 20,17 die Norm um 9 Hundertstel, aber einer persönlichen Bestzeitverbesserung um 1,3 Sekunden. Zugleich hat er sich damit für die 100 Meter Platz 5 in der Weltrangliste wieder zurück erobert.

Da waren ja noch die Strecken 200 Meter und 800 Meter. Auf den 200 Metern legte Denis auch einen perfekten Start hin und verbesserte seine Zeit um über 2 Sekunden auf 39:31. „Das ist der nackte Wahnsinn, was Denis kontinuierlich an Leistung draufpackt“, kommentieren die Eltern mit feuchten Augen.

Die 800 Meter sollten nicht schlechter werden. Mit einer Verbesserung um 11 Sekunden beendete Denis die Strecke mit 2:47:13 Minuten. Dann war da ja noch die zweite Möglichkeit über die 400 Meter. Jetzt klappte es auch mit dem Startschuss und Denis holte auch hier wieder mit einer enormen Leistungssteigerung von 8 Sekunden eine neue Bestzeit mit 1:20:00 Minuten.

Wieder einmal kann Denis mit diesen Ergebnissen für sich verbuchen, dass er vier Deutsche Rekorde beim Bundestrainer Willi Gernemann einreichen kann. Das ist im Jahr der Paralympischen Spiele in Rio nicht zu unterschätzen. Die Norm für Rio ist auf 19:08 für die 100 Meter festgelegt.

Die letzte Möglichkeit, die erforderliche Zeit zu fahren ist Ende Juni in Bottrop bei den Landesmeisterschaften der Behinderten.
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