EM-Fieber in der Mensa der Velberter Gesamtschule

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Die Gesamtschüler im EM-Fieber.
 
Die Gesamtschule Velbert: Eine Schule der Vielfalt, wie die Beflaggung zeigt.

Kicken und Kochen: Der Mensaverein der Gesamtschule Velbert bietet einen Speiseplan zur EM


Unter dem Motto "European Food & Football" konnten die Schüler der Gesamtschule Velbert-Mitte 14 Tage lang Speisen der an der Europameisterschaft teilnehmenden Länder kosten.

Wie immer zur Mittagszeit herrschte dichtes Gedränge in der Mensa der Gesamtschule Velbert-Mitte. Das ist nichts Außergewöhnliches, bedenkt man, dass hier täglich an die 750 Schüler verköstigt werden. Doch schon die Deko verrät an diesem Tag: Die Mensa ist im EM-Fieber. Bunte Flaggen, Wimpel und Fähnchen, dazu Fußballgirlanden und ein ganz besonderer Speiseplan. Seit einigen Tagen nämlich zaubert Küchenchef Ingo Engel nationale Spezialitäten der EM-Fußballmannschaften auf die Teller der Schüler. Passend zum Italienspiel gibt es an diesem Tag Spaghetti Bolognese.
"Wir sind immer offen für Neues an unserer Schule. Regelmäßig führt der Mensaverein daher zu ganz verschiedenen Anlässen Aktionswochen durch", so Antje Häusler, Schulleiterin der Gesamtschule Velbert-Mitte. "Wir sind eine Schule der Vielfalt und leben das auch. Die EM ist ein schönes Ereignis hierfür." So gebe es unter anderem darüber hinaus "Wahl-Mampf-Wochen" bei Bundestagswahlen oder deutsch-französische Wochen.

Das Gericht Spaghetti Bolognese, das es an diesem Tag gibt, ist für die Schüler nicht wirklich kulinarisches Neuland, doch der Speiseplan der letzten Woche barg auch andere Herausforderungen: "Kedgeree", ein englisches Reisgericht mit Räucherfisch und Curry, "Flygande Jacob", Hühnchenfleisch mit Bananen, Erdnüssen und Chili aus Schweden, oder der portugiesische "Bacalhau à Bras", Stockfisch mit Kartoffeln, Eiern und Kräutern, verlangten den Schülern da schon ein bisschen mehr Mut ab.
Doch Hannah, Franziska und Leonie sind sich sicher: Es schmeckt eigentlich immer und zur Not kann man ja auf die Salat- oder Nudelbar ausweichen. Denn seit der Gründung des Mensavereins im Jahr 1988 können die Schüler hier aus tagesfrisch zubereiteten Gerichten wählen. "Die damalige Elterninitiative, die den Verein gründete, hat sich gleich zu Anfang gegen einen Lieferservice entschieden. Wir wollten es frisch, regional und abwechslungsreich und unser heutiger Erfolg gibt uns Recht. Die Essensanmeldungen sprechen für sich. Wir sprechen von 1400 Essen pro Tag. Es scheint also zu schmecken", so Sylke Sostak, Geschäftsführerin des Mensavereins.
Und die 17 Mitarbeiter des "Schmausaufgaben-Teams", wie sie sich selber nennen, sind gut vernetzt mit den Eltern, Schülern, Lehrern, den ortsansässigen Händlern und nicht zuletzt mit der städtischen Verwaltung, die der Elterninitiative damals ihr Vertrauen schenkte. "Die Organisationsaufgaben des Vereins können sich sehen lassen. Aber unser Team arbeitet seit Jahren sehr gut Hand in Hand. Durch die langjährige Erfahrung wird hier sehr professionell gearbeitet", so Petra Gamann, Schulvertreterin im Vorstand des Mensavereins und didaktische Leiterin der Schule.

Und die Schüler fiebern natürlich schon heute dem Finale der diesjährigen Europameisterschaft entgegen. Wer weiß, vielleicht gibt es dann ja etwas typisch Deutsches.
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