Proben für das neue Musikschul-Musical laufen auf vollen Touren

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  Velbert: Forum Niederberg |

Was unterscheidet uns von den Eintagsfliegen? So oder ähnlich könnte man die Frage formulieren, die sich die mitwirkenden jungen Darsteller des neuen Musicals „Eintagsfliegen“ der Musik- und Kunstschule Velbert gestellt haben. Was dabei raus gekommen ist, davon kann man sich am Samstag, 13. April, im Forum Niederberg überzeugen.

Eigentlich sollte das neue Musical der Musik- und Kunstschule Velbert „Jasper weigert sich“ heißen, so war es jedenfalls schon im Kulturkalender angekündigt, doch da die Hauptrolle weiblich besetzt wurde, wurde aus diesem Arbeitstitel jetzt: „Eintagsfliegen“.
Das Leben einer Eintagsfliege verläuft nach einem unumstößlichen Plan. Bestimmt von der Natur hat sie keinen Bewegungsspielraum und es endet nach drei bis sechs Tagen tödlich. Aber was fangen wir Menschen mit unserer Zeit an? Wie selbstbestimmt ist unser Leben? Nach altbewährter Manier bekamen die 26 Musical-Darsteller im Alter zwischen 12 und 21 Jahren kein ausgearbeitetes Stück von den Produktionsleitern Denise Derkum und Dieter Sander-Manzek in die Hand gedrückt. Vielmehr ist, wie schon in den Jahren zuvor, Mitarbeit und Kreativität von den Mitwirkenden gefragt.
Entstanden ist eine Geschichte rund um fünf Menschen, die in einer nicht allzu fernen Zukunft leben. Sie treffen sich an einer Raststätte und gönnen sich eine Auszeit vom Leben, bei welchem es kein Entrinnen vor dem Wettlauf mit der Zeit zu geben scheint. „Höher, schneller, weiter“, scheint die Devise zu sein, egal ob im Berufs- oder Privatleben, keine Pause vom vorgegebenen Lebensplan.

Dialoge wurden
gemeinsam erarbeitet


„Anhand von Improvisation erarbeiten wir gemeinsam die Inhalte und Dialoge einzelner Szenen“, so Theaterpädagogin Ute Kranz. „Die Schüler sollen selber Ideen entwickeln, ihr eigenes Leben reflektieren und sich auf diese Weise ganz persönlich mit in das Stück einbringen. So entsteht eine enge Bindung und jeder kann sich individuell mit seiner Rolle identifizieren.“ Auch tragen die Mitwirkenden bei der musikalischen Gestaltung mit ihren Ideen zur Vollendung der Songtexte bei.
„Gedanken, Vorstellungen und Musik in Bewegung umzusetzen, das ist unser gemeinsames Ziel. Ein Prozess, der nicht immer einfach ist, viel Ausdauer erfordert, aber gerade durch die Intensität für alle Beteiligten ein bleibendes Erlebnis ist“, so Choreographin Denise Derkum. Ausdauer und Durchhaltevermögen beweisen die 26 Darsteller, aber auch die restlichen 45 Mitwirkenden. Denn die Taktung der Proben, die bereits seit Herbst vergangenen Jahres wöchentlich stattfinden, wurde erhöht. “
„Jeden Freitag und auch an den Wochenenden wird nun geprobt“, so Dieter Sander-Manzek. „Bisher in der Gesamtschule, ab April wird es dann ernst und es geht auf die Bühne im Forum Niederberg.“ Im Gesangsunterricht werden die musikalischen Interpretationen der Songs erarbeitet, Ideen aus dem Ensemble fließen in die Produktion der Videoeinspielungen und des Bühnenbauteams ein. Auch das Orchester und die Band proben bereits intensiv. Und noch etwas Besonderes hat diese Musikproduktion zu bieten: Die Teilnehmer des Musicals kommen aus allen Stadtteilen Velberts, aus Heiligenhaus und Wülfrath.
„Wir wollen uns weiterhin über unsere Stadtgrenzen hinaus mit anderen Schulen verknüpfen. Wir kooperieren daher wieder mit der Musikschule Heiligenhaus. Neben Schauspielern und Musikern können wir uns mit vielen anderen Resourcen aushelfen“, so Frank Eerenstein, Leiter der Musik- und Kunstschule.
Ein Casting gab es übrigens nicht. Ute Kranz: „Wer bei uns mitmachen will, wird nicht nach Hause geschickt.“

Termine:

Premiere: Samstag, 13. April, 20 Uhr

Sonntag, 14. April, 19 Uhr

Mittwoch, 17. April, 19 Uhr

Freitag, 19. April, 20 Uhr

Samstag, 20. April, 20 Uhr

Veranstaltungsort: Forum Niederberg, Oststraße 20

Kartenvorverkauf: ab morgen, 7. März über die Musik- und Kunstschule oder unter www.musikundkunstschule-velbert.de
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