Von Zwergen in Langenberg, Feen und Zauberern

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Buchautor Olaf Link. (Foto: PR)
 
Deilbach und Fachwerkhäuser in Langenberg.

„Sagenhaftes Bergisches Land“: Autor Olaf Link möchte mit seiner neusten Veröffentlichung Interesse für die Region wecken

Der Titel ist Programm: Viel Sagenhaftes hat der Solinger Buchautor und Hobby-Historiker Olaf Link über das Bergische Land gesammelt. Die 120 reich bebilderten Seiten handeln von Zwergen, Feen, Hexen und Zauberern. Immer mit konkretem Bezug zur Bergischen Region – von Waldbröhl bis Wülfrath und auch das ,Städtchen' Langenberg, der Deilbach und die Grafen von Hardenberg bleiben nicht unerwähnt.

„Wenn es sich beim Deilbach auch um ein recht schmales Gewässer handelt, so hatte er vor wenigen Jahrhunderten einige Bedeutung, bildete das Rinnsal doch die Grenze zwischen der Grafschaft Mark und dem Herzogtum Berg […].“ Mit diesem Satz beginnt das Märchen „Die Zwerge von Langenberg“, eines von mehreren Dutzend Volksmärchen, die - wie der Autor in seinem Vorwort erklärt - „aus dem Leben des Bergischen Landes aufgestiegen sind, wie es sich einst vollzog.“ Heimat der Zwerge sind die Langenberger Wälder. Sie leben in Höhlen und hin und wieder besuchen die kleinen Gestalten die Menschen in den alten Schieferhäusern der Stadt. Doch wie so oft in Märchen und im wirklichen Leben, sind es die Menschen, die das harmonische Miteinander stören.

Schon als Kind war Olaf Link von Märchenerzählungen fasziniert. Vater und Großvater lasen dem Jungen regelmäßig vor. Bei Wanderungen durch die heimischen Wälder, vorbei an Flüssen und Bächen, an Schloss Burg und dem Altenberber Dom, erweckte der Großvater die Sagen und Märchen zum Leben. „Wenn dann von Königen oder Prinzessinnen die Rede war, dann hatte ich sofort Schloss Burg vor Augen.“ Das Interesse war erwacht und auch in der Schule interessierte sich der Schüler besonders für die Geschichte seiner Heimat. Nach und nach entdeckte der heute 60-Jährige den Reiz der regionalen Sagen und Legenden. "Ich dachte mir, was mich interessiert, das interessiert auch andere." Daher habe er sie nun gesammelt und in einem Buch veröffentlicht.

Historisch Wissenswertes verbunden mit allerlei Fantasievollem

Er verbindet in seinen Geschichten historisch Wissenswertes mit allerlei Fantasievollem, Zauberhaftem oder Wunderlichem und nicht selten mit dem moralisierenden Anspruch der Märchen dieser Zeit. „Die meisten der Märchen stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit waren die Menschen hier im Bergischen Land überwiegend arm“, so der Heimatbuch-Autor. „Daher handeln viele Märchen auch davon, wie Menschen mit Glück oder List ihren sozialen Status verbessern konnten. Diese Vorstellung hielt bei den Menschen die Hoffnung wach, dass eine zukünftige Welt sich als humaner erweisen werde.“ In seinen Geschichten verhelfen seine Protagonisten, also Feen, Zwerge oder sprechende Tiere, Unterprivilegierten zu Glück und Wohlstand – es geschehen Wunder und gewöhnliche Steine können sich in Goldklumpen verwandeln, so wie es sich in einem richtigen Märchen gehört.
"Bei meiner Recherche hat mir besonders das Stadtarchiv Solingen geholfen.“ Aber auch viele andere Archive der Region standen dem Autor zur Verfügung und er schmökerte in Briefen, Nachlässen, Zeitungen, Büchern und Chroniken. Die interessantesten Geschichten hat Olaf Link dann mit der richtigen Portion „schriftstellerischer Freiheit“ nacherzählt. Dabei sei es ihm besonders wichtig gewesen, einen konkreten Bezug zu den Orten im Bergischen Land mit ihren Besonderheiten herzustellen. Unterstützt wurde er hierbei von seinem Bruder, Fotograf Chris Link. Seine stimmungsvollen Fotos zu den jeweiligen Orten der Erzählungen zeigen, passend zu den Texten, heutige Ansichten oder auch stille und geheimnisvoll erscheinende Winkel und Perspektiven.

Identifikationsmöglichkeit für den Leser

„Eines meiner Ziele ist es, dass der Leser eine Identifikationsmöglichkeit hat. Mich würde es freuen, wenn die Bilder und Geschichten den einen oder anderen dazu anregen könnten, diese Orte zu besuchen. Es wäre schön, wenn ich einen kleinen Beitrag dazu leisten könnte, den Tourismus ein wenig anzukurbeln.“ Zurzeit tingelt Olaf Link wieder durch die Dörfer des Bergischen – zwischen Wülfrath und Waldbröhl. Er hält Lesungen und Vorträge, „egal ob vor Historikern oder in einem Altenheim.“ Und eins ist ihm noch wichtig: „Ich bin zwar kein studierter Historiker. Aber das was ich schreibe, ist seriös.“

Information:
Das Buch „Sa­gen­haf­tes Ber­gi­sches Land“ von Olaf Link (Fotos von Chris Link) ist im Sut­ton Ver­lag er­schie­nen und hat 120 Sei­ten. Das Hard­co­ver – ISBN 9 783 954 008 292 – ist be­stell­bar bei Buch­hand­lun­gen, On­line-Buch­händ­lern oder direkt beim Verlag auf www.suttonverlag.de.
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