Bloß nicht beirren lassen

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Das scheint das Motto der CDU und der ihr treu ergebenen SPD sein. Wenn es um die Wilhelmshöhe geht da zählen keine Argumente zur Sache. Da gilt es offensichtlich nur einen Buchverlust und mögliche Insolvenz der städtischen EVV zu verhindern. Oder vielleicht auch den anderen Parteien und den Bürger ihre Macht zu demonstrieren?

Denn nachdem der Rat dem Projekt letzte Woche mehrheitlich schon 760.000€ für den Ankauf von Bereichen für Regenrückhaltung, Lärmschutz und Ausgleichsflächen hinterhergeworfen hatte, legte der BZA Langenberg mit einem korrigierenden Bebauungsplan nach. Dieser war laut Verwaltung notwendig geworden, weil ein von eben solcher beauftragtes externes Anwaltsbüro Passagen moniert hatte, die möglicherweise nichts Gerichtsfest seien. Es wäre an dieser Stelle mit Sicherheit interessant wie viel man für diese Beratung bereit war zu berappen. Aber das sind bestimmt „Peanuts” gewesen, wie ein bekannter Banker wohl gesagt hätte.

Gerechnet auf die Gesamtsumme, die bisher für eine Bebauung der Wilhelmshöhe versenkt wurde, wenn man trotz des korrigierten Plans vor Gericht scheitert, könnte das sogar stimmen. Und diese Gefahr des Scheiterns besteht weiterhin. Der neue Plan mag einige textliche Ungenauheiten korrigieren, nicht jedoch das Hauptproblem, welches seine Rechtmäßigkeit in Frage stellt. Nämlich jenes, dass die Bebauung wie oben schon erwähnt eben nur zur Verhinderung eines Buchverlusts und möglichen Insolvenz der städtischen EVV erfolgen soll und die im Plan dargestellten stadtplanerischen Erwägungen nur vorgeschoben sind. Wenn dem auch so geurteilt wird, dann haben CDU/SPD im BZA in namentlicher Abstimmung gegen die Voten von LINKEN, Grünen, UVB und FDP oben auf der Wilhelmshöhe unbeirrt weiter ein Millionengrab geschaufelt.

Ähnlich unbeirrt von Argumenten zeigte sich das Duo, diesmal unterstützt von der FDP in Sachen Fußballplatz in Bonfeld. Dieser jetzt urplötzlich wegen eines „Vermessungsfehlers” aus dem Überschwemmungsgebiet emporgestiegene Sportplatz soll nach ihrem Willen einer Bebauung zugeführt werden. Dass es dann eng im Nizzatal wird und ein einziger Sportplatz für über 15.000 Menschen vielleicht zuwenig ist, interessierte sie wenig. Genausowenig wie die Fragen des Vorsitzenden des Langenberger Spielvereins der sich in der Einwohnerfragestunde an den Ausschuss wendete. Nur LINKE, Grüne und UVB votierten am Ende beim 4:11 gegen eine Bebauung.
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