Klares Wasser für den Schlossteich

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Dr. Peter Egen, erster Vorsitzender des Fördervereins Schloss Hardenberg, dritter von rechts, Wolfgang Werner, Beirat, und Horst Socher, zweiter Vorsitzender von links, mit Vertretern des Sportfischervereins Neviges und des Garten- und Landschaftbau-Unternehmens.
  Velbert: Schloss Hardenberg | Renaturierung soll die Wasserqualität der Teichanlage von Schloss Hardenberg verbessern
Die Teichanlage gehört zum Schloss Hardenberg wie die Kasematten, die Wehrtürme und die Vorburg. Jetzt sorgt der Förderverein des Schlosses Hardenberg durch entsprechende Pflanzmaßnahmen für seine Renaturierung.

"Der Förderverein des Schlosses möchte den 'Wohlfühlzustand' rund um das Schloss wieder herstellen. Daher hat er sich bereit erklärt, die Finanzierung der Renaturierungs-Maßnahme zu übernehmen", so Dr. Peter Egen, erster Vorsitzender des Fördervereins, bei einer Begehung des Teichgeländes. "Wir investieren das Geld für die Menschen unserer Stadt, damit sie sich auf dem Schlossgelände gerne aufhalten."

Zwar sei die Wasserqualität während der meisten Zeit im Jahr noch ausreichend gut, was die Fischpopulation zeige, doch während des Sommers werde es manchmal kritisch, so Vertreter des Sportfischervereins Neviges. "Der Zulauf wird über den Kannebach betrieben, der aus Tönisheide kommt und in den Hardenbergerbach mündet. Da dieser Zulauf ein sehr geringes Gefälle hat, ist die Fließgeschwindigkeit des Wassers sehr langsam", so Günter Strathmann, Leiter der Grünflächenpflege bei den Technischen Betrieben Velbert (TBV). "Wir kontrollieren den Zulauf regelmäßig. Im Sommer müssen wir schon mal zusätzlich Wasser aus dem Bach in den Teich pumpen." Darüber hinaus pflegen die Technischen Betriebe das Gelände und haben daher auch die Folgekosten der aktuellen Maßnahme im Blick.

Um nun eine Renaturierung der Teichanlage zu erreichen, wird es zu Beginn der zweiten Maihälfte daher zu größeren Pflanzmaßnahmen rund um die Teichanlage kommen. "Es werden geeignete Sumpf- und Wasserpflanzen eingebracht, die durch ihr festes Wurzelwerk das Ufer sichern und durch ihre physikalisch-chemische Wirkungsweise Wasser reinigen können, denn sie nehmen toxische und organische Stoffe auf und reichern das Wasser mit Sauerstoff an", so Landschaftsgärtner Peter Meister. "Zur Wiederansiedlung dieser Pflanzen legen wir sogenannte ,Pflanzennester' an, die mit Siebkies als Pflanzsubstrat verfüllt werden, um den neuen Uferpflanzen entsprechenden Halt zu geben." Darüber hinaus werde man Unterwasserpflanzen ansiedeln und auch Schwimmblattpflanzen, wie die Seerose.

Die entstehende Ufer- und Unterwasserbepflanzung biete zukünftig vielen Tieren Lebensraum und Schutz, Nistmöglichkeiten und eine Nahrungsquelle. Daher sei diese Renaturierung auch von großem ökologischchen Wert, so der Pflanzenfachmann.
Die Gänse allerdings mussten weichen. Das war für die Verantwortlichen des Fördervereins eine Bedingung für den Start des Projekts, das den Förderverein immerhin einen vierstelligen Betrag kostet. "Die Verkotung des Geländes war ein großes Problem, sie waren sehr aggressiv und niemand fühlte sich für die Tiere verantwortlich. Entweder sie mussten hungern oder sie hatten gleich Berge von Brot - dann aber meist verschimmelt, was auch wieder ein Problem darstellte", so Peter Egen. "Jetzt haben sie ein neues Zuhause gefunden. Dort geht es ihnen definitiv besser."
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Frank Ortmann aus Velbert | 29.04.2016 | 08:17  
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