Aus einem Jahr wurden viele: Teresa Sofia Antunes de Oliveira Kriese: Einwanderin aus Portugal

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Während ihres Studiums hat Teresa Sofia Antunes de Oliveira Kriese in einer WG mit einer Deutschen und einer Portugiesin gewohnt. „Die Deutsche hat ein soziales Jahr in Portugal absolviert. Das fand ich so beeindruckend, das wollte ich auch“, berichtet die Lissabonerin.

.Und so folgte sie ihrer Mitbewohnerin mit in deren Heimat, um hier ebenfalls für ein Jahr soziale Dienste zu leisten. Dabei lernte sie die Freunde ihrer Mitbewohnerin kennen – und verliebte sich.
Das war 1995. Seitdem ist sie glücklich verheiratet, hat zwei Töchter mit ihrem deutschen Mann, einem Heiligenhauser. „Aus einem geplanten Jahr wurden also viele“, erzählt die Portugiesin und schmunzelt. Bereut hat sie diesen Schritt nie. „Hier bin ich besser aufgehoben als in Portugal“, ist die 40-Jährige überzeugt. Damit spielt sie vor allem auf das berufliche Umfeld an. Ihr Studium der Rechtswissenschaften hat sie in Bochum beendet, heute arbeitet sie als Dolmetscherin und VHS-Dozentin. In Portugal, ist Antunes de Oliveira Kriese überzeugt, wäre es schwieriger gewesen, beruflich Fuß zu fassen. „Da ist es noch immer so, dass Frauen nur begrenzte Chancen haben. Viele Entscheidungen werden allein unter Männern getroffen.“
Aber natürlich vermisst die 40-Jährige auch etwas: das Wetter, den Strand. Deshalb wird auch regelmäßig Urlaub in der Heimat gemacht. „Das portugiesische Essen kann ich kochen“, so die 40-Jährige, die sich aus beiden Kulturen das Beste raussucht.
So gibt es an den Weihnachtsfeiertagen eine bunte Mischung an typisch deutschen und typisch portugiesischen Speisen. „Das gefällt uns.“ Meistens hat sich Antunes de Oliveira Kriese in Deutschland willkommen gefühlt. „Aber ich habe mich nie getraut, mit meinen Kindern in der Öffentlichkeit portugiesisch zu sprechen.“ Warum, kann die Mutter zweier Töchter gar nicht wirklich sagen. Aber sie fühlt sich wohler, wenn sie auf Deutsch kommuniziert.
Ein weiterer Pluspunkt für die 40-Jährige: Sie fühlt sich gar nicht weit entfernt von ihrer Heimat, der portugiesischen Hauptstadt Lissabon.
„Wenn es hart auf hart kommt, fahre ich nach Düsseldorf und steige einfach in den nächsten Flieger“, berichtet Teresa Sofia Antunes de Oliveira Kriese. Etwa, wenn die Familie um Hilfe ruft. „Da fackel‘ ich nicht lange.“
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