Den Ball immer im Blick

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Maren Menke hat mit der Damen-Volleyball-Mannschaft der Velberter Sportgemeinschaft (VSG) trainiert. Was sie dabei unter anderem gelernt hat: Immer den Ball im Blick haben und ihn bestenfalls nicht im Laufen, sondern aus dem festen Stand annehmen. (Foto: Ulrich Bangert)
  Die Bälle fliegen Mal flach, ein anderes Mal kommen sie in einem hohen Bogen direkt auf einen zu und im schlimmsten Fall erreicht man sie nur, indem man sich mit vollem Körpereinsatz auf den Boden schmeißt und über selbigen meterweit rutscht. Volleyball ist eben ein Sport, bei dem schnelle Reaktionen und ein ständiger Überblick über das gesamte Feld erforderlich sind. Das zeigte sich nun auch im Rahmen der Serie „Der Stadtanzeiger will‘s wissen“.

Wer glaubt, dass zu Beginn des Volleyball-Trainings direkt Mannschaften gebildet werden und drauf losgespielt wird, der liegt damit ganz falsch. Abgesehen davon, dass zunächst das Netz aufgespannt und das Aufwärmtraining absolviert werden müssen, stehen dann auch erstmal verschiedene Übungen zur Verbesserung der Technik auf dem Trainingsplan. Die im Januar gegründete Damen-Volleyball-Mannschaft der Velberter Sportgemeinschaft (VSG), die in der Kreisliga Wuppertal-Mettmann antritt, kennt das inzwischen: Routiniert, aber auch mit viel Freiraum für Späße werden die ersten Bälle gebaggert und gepritscht.

„Wir trainieren zweimal wöchentlich“, informiert Anike Wissink. Das VSG-Team, das in die Rückrunde gestartet ist, besteht aus ehemaligen U18-Spielerinnen, neuen Mitstreiterinnen und weiteren erfahrenen Spielerinnen zwischen 16 und 40 Jahren. „Unser langfristiges Ziel ist der Aufstieg in die Bezirksliga.“ Und damit sie das auch erreichen, wird diszipliniert trainiert. Marco Solenski, Trainer der Mannschaft, geht mit den Spielerinnen daher viele verschiedene Situationen durch.

Der richtige Laufstil ist sehr wichtig


„Habt immer den Ball im Blick und seid darauf vorbereitet, loslaufen zu müssen“, erklärt Solenski. Denn gerade der richtige Laufstil sollte beim Volleyball nicht unterschätzt werden. Seitwärts, vorwärts, rückwärts, und dabei am besten schon möglichst tief gehen, falls man den Ball von unten annehmen muss – die Oberschenkel beginnen zu brennen.
„Ihr müsst eben schnell am Ball sein, damit ihr ihn gut und kontrolliert annehmen könnt“, so der Trainer, der seit 30 Jahren als Physiotherapeut selbstständig ist. „Erst laufen, dann einen festen Stand finden und schließlich den Ball annehmen.“ Dass das alles innerhalb nur weniger Sekunden so ablaufen muss, erschwert die Sache. Also wird es geübt, geübt, geübt.
Immer wieder pritscht der Trainer den Ball in unterschiedliche Richtungen und fordert die Spielerinnen damit nacheinander dazu auf, diesen anzunehmen und kontrolliert abzuspielen. Was sich als größte Schwierigkeit herausstellt, ist das Hinschmeißen auf den Boden. Knieschoner sind daher absolute Pflicht bei diesem Sport, sonst wird es schmerzhaft.
Zum Abschluss treten die Frauen schließlich in einem Spiel gegeneinander an. Jetzt wird der Ton direkt ein bisschen rauer, aber nicht der Trainier ist es, der kritisiert und sich beschwert. Der Ehrgeiz der Spielerinnen selbst verleitet die eine oder andere dazu, die Unzufriedenheit kurz und unverblümt an die Mannschaftskolleginnen weiterzugeben. Die Bälle fliegen – mal ins Aus, ein anderes mal ins Feld; es wird gebaggert und gepritscht; Positionen werden gewechselt; Angaben gelingen oder der Ball landet direkt im Netz; die Punkte werden geholt, manchmal leider auch verschenkt; dann der Abpfiff.
Von einer Sekunde auf die andere wird aus den zwei konkurrierenden Mannschaften wieder ein Team. Geschafft und mit pochernden Unterarmen, aber auch fröhlich schnatternd geht es in die Umkleide.

Info:
- Frauen, die mehr über die Damen-Volleyball-Mannschaft der VSG erfahren möchten, sind beim Training willkommen: Montags von 18 bis 20 Uhr in der Sporthalle an der Fontanestraße und mittwochs von 20 bis 22 Uhr in der Halle Birth.
- Weite Infos auch unter wwww.volleyball-velbert.de.
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Anike Wissink aus Velbert | 06.01.2016 | 17:22  
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