Und Geld macht doch glücklich

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Das Symbol des Wirtschaftswunders, Norbert Müller mit der guten alten Deutschen Mark

Mehr als ein Zahlungsmittel

Norbert Müller eröffnet Geldmuseum in Wardt


Wer das bekannte Sprichwort „Geld macht nicht glücklich“ zitiert, sollte sich mit Norbert Müller aus Xanten- Wardt unterhalten. Der 59jährige, im Hauptberuf als Werklehrer an einer Förderschule tätig, beschäftigt sich seit 20 Jahren intensiv mit der Numismatik (Münzkunde) und Notaphilie (Papiergeld) und hat in diesem Bereich eine Menge Literatur, Prägemaschinen, Spardosen und dergleichen angesammelt. Seine Sammlung zeigte er zuletzt im Jahre 2011 im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel " Auf Heller und Pfennig" in Neukirchen-Vluyn. Vor über einem Jahr ergab der Zufall, dass Müller auf einer Radtour durch den Xantener Ortsteil Wardt an der „Villa Kunterbunt“, einem ehemaligen Selbstversorgerhaus, wo er vor ca. 30 Jahren ein Praktikum absolvierte, vorbeikam. „Da die Bürotür offen stand, fragte ich die Sekretärin, ob das Gebäude zu vermieten sei“, erinnert sich M. So war es und nach etlichem Papierkram wurde der Pachtvertrag unterschrieben. „Genau das richtige Ambiente und die entsprechende Größe, um meinen Traum zu verwirklichen. Hier kann Leben und Museum unter einem Dach stattfinden “, freut er sich. Ein Blick in die Räume bestätigt dies. In aufwändiger Eigeninitiative wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt, Dielenböden von aufgeklebten Teppichen, sowie Lack befreit und in ihren Naturzustand gebracht, Wände gestrichen, so dass die ursprüngliche Atmosphäre des Gebäudes wieder zum Vorschein kam. Hier sollen nun voraussichtlich ab dem späten Frühjahr 2016 die gesammelten Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Gezeigt wird die Entstehungsgeschichte der mittelalterlichen Mark, ihre Einführung 1871, die 130jährige Geschichte in Ost und West bis zu ihrem Ende im Jahre 2001, sowie die Einführung des Euro 2002. Ebenfalls gibt es Exponate vormünzlicher Zahlungsmittel, wie die Kauri Schnecke, deren Nachweis bereits auf das Jahr 1650 v. Chr. in vielen Gebieten Ozeaniens zurück geht. Norbert Müller wird das Museum interaktiv zu gestalten. So wird es in einem Raum einen bespielbaren Bankschalter geben, an dem sich Besucher, als Bänker versuchen können, während man in einem weiteren seine eigene Andenkenmünze prägen kann. Falschgelderkennung wird ebenso zu testen sein, wie mechanische Geldzähl- und Rolleinrichtungen. „Durch Anfassen und Ausprobieren soll die Geschichte des Geldes mit Schwerpunkt Deutsche Mark begreifbar gemacht werden“, so Müller. Interessierten Besuchern steht daneben eine umfangreiche Bibliothek zur Verfügung. Wechselausstellungen zu bestimmten geldgeschichtlichen Themen werden kontinuierlich stattfinden.
Gleichzeitig wird das Museum, welches einmalig in der Region sein wird, Künstlern vor Ort Ausstellungsflächen zur Verfügung stellen.

Randolf Vastmans
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1 Kommentar
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Fritz van Rechtern aus Neukirchen-Vluyn | 03.11.2015 | 15:41  
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