Mit dem Fahrradhelm auf Nummer sicher - Polizei am Radweg in Aktion

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Ganz schön aufgebaut hatte in dieser Woche Verkehrssicherheitsberater Rolf Schemme zur Helm-Infoaktion am „R-Café“ in Neheim. Auch Burkhard und Hedda Meiwes aus Soest informierten sich vor Ort über Helme und Sicherheit. Foto: Albrecht
 
Bianca Scheer von der Kreispolizeibehörde in Meschede unterstützte ihren Kollegen und sprach Radfahrer auf dem RTRW am R-Café in Neheim an.
Neheim: Neheim |

Neheim/Kreis. Man glaubt es kaum - aber: Nur etwa 13 Prozent aller Erwachsenen lassen sich beim Radfahrern zum Helm-Tragen verführen. Ein schlechter Wert, findet Verkehrssicherheitsberater Rolf Schemme, der mit seinem Infostand am „R-Café“ in Neheim Station machte.

Der Zeitpunkt der Aktion war gut gewählt - Sommer, Ferien, eigentlich alles was man zum Radfahrern braucht. „Ich treffe dann oft entspannte Radler an, die sich auch die Zeit für eine Info nehmen“, so Schemme.

Von der Ruhrquelle bei Winterberg an

An insgesamt fünf Stationen von der Ruhrquelle bei Winterberg bis zum R-Café hat sich Rolf Schemme nun bereits positioniert - neue und alte, sprich Unfallhelme, im Gepäck. „Jeder Unfallhelm hat eine ganz eigene Geschichte“, erzählt der Berater auch Burkhard und Hedda Meiwes aus Soest. Da ist z.B. einer, mit dem ein Radfahrer in die Scheibe eines Pkw segelte. Winzige - kaum zu erkennende - Haarrisse, aber auch ein Modell, das nach dem Einsatz am Kopf gleich in zwei Hälften geteilt wurde.

Burkhard Meiwes lauscht interessiert, aber für das Tragen eines Helmes kann er sich nicht begeistern. „Mir geht dabei das Gefühl von Freiheit auf dem Rat verloren“, sagte er. Freiheit hin - Sicherheit her, Rolf Schemme kann mehr als ein Lied davon singen, was ein vernünftiger Fahrradhelm zur Sicherheit der Radfahrer beitragen kann. Damit können sich die angesprochenen Radfahrer auch gleich die modischen Möglichkeiten bei neuen Helmen anschauen.
Und das sind sie: Klassische Radhelme, von denen brauchbare schon ab zehn Euro beim Discounter zu kriegen seien, aber auch Varianten, die an einen Tropen- oder Cowboyhut erinnern. „Wichtig ist vor allem das GS-Zeichen“, gibt Schemme den Radlern mit.

"Eine Helmpflicht für Radfahrer macht Sinn

„Ich wäre auf jeden Fall für eine Helmpflicht bei Radfahrern“, äußert sich Schemme, selber passionierter, aber sicherheitsbewusster Radfahrer. Das Thema, das im letzten Jahr auch auf den Verkehrsgerichtstag diskutiert wurde, hat es in sich. Längst schon gibt es nämlich vom Oberlandesgericht Schleswig-Holstein ein Urteil, das einem Radfahrer eine Mitschuld an den entstandenen Verletzungen wegen des Nichttragens eines Helmes zugesprochen hat.

Vielmehr noch, da ist der Sicherheitsberater der Polizei überzeugt, sollte es den Radlern aber um ihren ganz persönlichen Schutz gehen. Gerade auf den großen Radwegen sei das Unfallaufkommen gestiegen. Auf dem europaweit beworbenen Ruhrtalradweg sei es seit 2006 schon zu einigen tödlichen Unfällen gekommen. Burkhard Meiwes hört interessiert zu, fährt aber ohne Helm weiter...
Nach eigenen Erhebungen der Polizei sind hier nur rund 25 Prozent der Radler mit Helm unterwegs. Dafür verzichten 85 Prozent der Kinder nicht auf einen Helm, Zahlen die über den Bundesdurchschnitt (13/65 Prozent) liegen.

Weitere Infoaktionen sind geplant

Im Herbst plant die Polizei weitere Infokampagnen. Im Oktober soll es einen „Verkehrssicherheitstag 50+“ für Radfahrer geben.

Polizei - Dein Freund und Helfer
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6 Kommentare
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Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 02.08.2013 | 21:03  
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Detlef Albrecht aus Menden (Sauerland) | 03.08.2013 | 14:56  
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Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 03.08.2013 | 16:09  
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Detlef Albrecht aus Menden (Sauerland) | 03.08.2013 | 20:16  
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Siggi Becker aus Langenfeld (Rheinland) | 03.08.2013 | 20:50  
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Renate Schuparra aus Duisburg | 04.08.2013 | 01:51  
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