Regionale Produkte im Internet

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Das Foto zeigt (v.l.) Gisela Schulte (Frauen Union), Benedikt Wittmann (Schickermooser-Hof), Christian Schulte (Hofladen-Sauerland) und Gisela Wilms (Frauen Union). (Foto: privat)
 
Benedikt Wittmann erläuterte sein Konzept der nachhaltigen Hähnchenzucht. (Foto: privat)

Im Internet Lebensmittel bestellen und diese dann nach Hause geliefert bekommen. Das ist nicht etwa Zukunftsmusik, sondern auch im ländlichen Bereich schon Realität.

Arnsberg. Christian Schulte, Gründer des Hofladen-Sauerland, erläuterte den Damen der Frauen Union der CDU Arnsberg sein Erfolgskonzept. Sein Online-Laden (www.hofladen-sauerland.de) bietet mittlerweile über 800 Artikel von 45 regionalen Erzeugern an und ist rund um die Uhr geöffnet. Von Obst über Wurst bis zum Toilettenpapier kann alles bestellt und kurzfristig geliefert werden.
„Wir bieten einerseits unseren regionalen Erzeugern die Möglichkeit, ihre Produkte weiträumig verkaufen zu können. Andererseits bekommt der Kunde zum Beispiel Gemüse, das keine langen Lieferwege hinter sich hat und deshalb frisch ist.“
Die Damen der Union mussten zur Kenntnis nehmen, dass Deutschland in diesem Bereich hinter anderen Ländern hinterher hinkt. „In Jamaika, zum Beispiel, sitzen sie in Bussen, die mit Tablets ausgestattet sind und bestellen während der Fahrt Ihre Lebensmittel“, konnte Schulte aus eigener Erfahrung erzählen.

Nachhaltige Hähnchenzucht


Vor dem Vortrag von Christian Schulte hatten die Damen der CDU die Ställe des Schickermooser-Hofes besichtigt. Auch hier wird auf Regionalität gesetzt. „Bei uns gibt es keine Zwischenhändler, wir sind Direktvermarkter“, erklärte einer der drei Ökolandwirte, die in der Oelinghauser Heide die Hähnchenzucht betreiben. „Bis zu ihrer Schlachtung führen die Hähnchen ein glückliches Leben“, meinte Benedikt Wittmann. Er und seine zwei Mitbegründer haben flexible Ställe gebaut, die jeden Tag ein Stück weiter gesetzt werden. Deshalb kann sich die Wiese schnell regenerieren und die Hähnchen haben immer frisches Gras. Die Tiere haben viel Auslauf und können so kräftiges Muskelfleisch bilden. „Sie werden artgerecht ernährt und nicht mit Antibiotika vollgestopft. Der Verbraucher bekommt somit wertvolles Biofleisch“, warb Wittmann für sein Produkt.
Seiner Meinung nach erfordert die Entwicklung in der Agrarwirtschaft ein Umdenken. Massenproduktion von Tieren diene nicht den Menschen, sie gefährde ihn, ist sich der Landwirt sicher. „Wir müssen endlich wieder bereit sein, mehr Geld für gute Lebensmittel auszugeben. Das zahlt sich für Mensch und Tier aus.“ Die Produkte von Schickermooser können ebenfalls über das Internet bestellt werden (www.schickermooser.de), Wittmann und seine Partner stehen aber auch auf den Märkten in Arnsberg und Neheim.

Innovative Ideen für Arnsberg


Beide Jungunternehmer, Schulte und Wittmann, überzeugten die Damen der Union. „Wenn so viel Zeit, Energie und letztendlich auch eigenes Geld in ein Projekt gesteckt werden, kann man nur wünschen, dass sich die jungen Männer weiterhin auf der Erfolgsspur bewegen. Sie sind ein Beweis dafür, dass in Arnsberg innovative Ideen entstehen und in die Tat umgesetzt werden.“ Mit diesen Worten bedankte sich die Vorsitzende der Frauen Union, Gisela Wilms, für die interessanten und lehrreichen Informationen.

Langsame Internetverbindung


Zum Abschluss der Veranstaltung wurde wie immer über Aktuelles aus dem Rathaus berichtet. Außerdem nahmen die Vorsitzende und die anwesenden Ratsmitglieder Anregungen und Kritik entgegen. In Verbindung mit den Vorträgen bemängelte eine Besucherin die langsame Internetverbindung in einigen Orten. „Da wird der Einkauf am PC zu einer langwierigen Sache“, meinte eine Besucherin aus Wennigloh. Dem Wunsch nach Ausbau des Netzes konnte sich Benedikt Wittmann nur anschließen. Auch in Ainkhausen und der Oelinghauser Heide herrschen völlig unbefriedigende Zustände. Hier gilt es, schnellstens Abhilfe zu schaffen, damit die jungen Unternehmer durch derartige technische Mängel nicht blockiert werden.
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