Janusz Marek Sklosz neuer Schützenkönig in Moosfelde - Ehefrau Paulina bereits zum zweiten Mal Regentin der Gartenstadt

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Der Adler fällt, von Janusz Marek Sklosz "tödlich" getroffen, zu Boden (Foto: Meinolf Wilmes)
 
Adjutant Reiner Hoffmeister und Schützenoberst Werner Rüschenschmidt nehmen das neue Königspaar Janusz Marek und Paulina Sklosz sowie den frisch gekürten Kinderkönig Mark Ceiler in die Mitte
Arnsberg: Bürgerhaus Moosfelde | Nicht beeindrucken ließen sich die Moosfelder Bürgerinnen und Bürger am Sonntag von den widrigen Witterungsverhältnissen rund um die Ermittlung des neuen Schützenkönigs. Am Ende des eine gute halbe Stunde andauernden Wettbewerbs unter der Vogelstange setzte sich mit dem 34-jährigen Janusz Marek Sklosz ein langjähriges Vorstandsmitglied des Schützenvereins Moosfelde gegen die weiteren Königsanwärter durch. Zur Schützenkönigin erkor sich der im Rumbecker Holz wohnende Betriebsleiter der Alfons Rüschenbaum GmbH (Kabelkonfektion) seine 23-jährige Ehefrau Paulina, die in der Saison 2011/2012 schon einmal als Regentin an der Spitze des Gartenstadt-Vereins stand. 129 gezielte Schüsse hatte der Aar über sich ergehen lassen müssen, bevor sich der verbliebene Rumpf aus dem Kugelfang löste.

Nachdem sich herauskristallisiert hatte, dass ihr Gatte am Gewehr ernst machen würde, benötigte die in der ambulanten Pflege bei Provita tätige Paulina zunächst einen Augenblick Bedenkzeit, um dann aber selbst aktiv in das Vogelschießen einzugreifen. Neben den neuen Majestäten Janusz Marek und Paulina Sklosz bewarb sich noch ein weiteres Ehepaar um die Königswürden: Das für das Festwochenende aus dem emsländischen Varenrode angereiste Ehepaar Johannes und Astrid Wobben schoss ebenfalls scharf, musste sich den Schießkünsten Janusz Marek Skloszs jedoch schlussendlich geschlagen geben. Die Krone konnte sich mit dem allerersten Schuss Ehrenoberst Helmut Petzschke sichern, den Apfel nahm Ernst Martin Scheffler ins Visier und Marc Rüschenschmidt ließ dem Zepter keine Chance.

Ein in Moosfelde nicht unbekannter Name fiel schon kurz zuvor beim Kinderschützenfest. Hier hatte an der Wurfvorrichtung, die es mit Tennisbällen zu attackieren galt, am Ende der 8-jährige Mark Ceiler die Nase vorne. Der Grundschüler, der zusammen mit seinem Bruder und seinen Eltern in der Eschenstraße lebt, wählte sich nach reiflicher Überlegung die kleine Alexandra Prib aus Hachen zu seiner Kinderkönigin. Marks Onkel Thomas war erst vor zwei Jahren König bei den Erwachsenen gewesen. Zum Einstieg in das Hochfest der Gartenstädter ermittelten die Moosfelder in einem kurzweiligen Wettkampf ihren neuen Geckkönig. Jener stand nach dem 47. Schuss fest, Janusz Marek Sklosz, der spätere Schützenkönig, war auch hier siegreich und übernahm die Kette des Geckkönigs von David Pruski.

Einige Ehrungen sah das Programmheft des diesjährigen Schützenfestes ebenfalls vor. Einen Orden für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft erhielten die Schützenbrüder Willi Albert und Helmut Tandetzki. Auch im Namen seiner leider zu früh verstorbenen Gattin Rieta bedankte sich Silberkönig Jürgen Scheffler für das Geschenk, das ihm Schützenoberst Werner Rüschenschmidt überreichte. Nach dem Festzug am Samstag, der von zahlreichen Gastvereinen, Kapellen, Spielmannszügen und vielen Ehrengästen begleitet wurde, schritt der Arnsberger Stadtoberst Rainer Leygraaf zu den Vorstandsehrungen. Einen Orden für Verdienste verlieh er Janusz Marek Sklosz, die Auszeichnung für besondere Dienste heftete er Jürgen Manfred Dobbert und dem Geschäftsführer des Gartenstadt-Vereins Marc Rüschenschmidt ans Revers.

Sehr positiv äußerten sich Besucher des Schützenfestes zum Auftreten des Musikvereins Herdringen, dessen Klänge das gesamte Wochenende über in Moosfelde zu hören waren. Die Herdringer waren für die Blaskapelle aus dem österreichischen Öblarn eingesprungen, die kurz vor dem Hochfest hatte absagen müssen. Am Samstagabend stand, wie im Rest Deutschlands, das Champions-League-Finale im Wembley-Stadion im Mittelpunkt. Viele Gäste gaben sich durch Fan-Schals und Trikots als Anhänger des BVBs oder des FC Bayern zu erkennen. Am Ende lagen Freud und Leid somit dicht beieinander.
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Manfred Jozkowiak aus Mülheim an der Ruhr | 01.06.2013 | 21:46  
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