Worldwide reading für Li Bifeng - mit den Bochumer Literaten

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Heide Rieck von den Bochumer Literaten gehört zu den Initiatoren der Bochumer Aktion für Li Bifeng. (Foto: Stadtspiegel-Archiv)
Zum Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vom 4. Juni 1989 initiieren die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik und das internationale literaturfestival berlin eine weltweite Lesung für Li Bifeng.

Die „Bochumer Literaten“ beteiligen sich an dieser weltweiten Lesung für den zu Unrecht inhaftierten Li Bifeng am 4. Juni um 19.30 Uhr im BoLit-Café im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47 und laden zu der Lesung bei freiem Eintritt ein.

Seit 1989 ist der chinesische Dichter Li Bifeng mit kurzen Unterbrechungen im Gefängnis. Neben seinem literarischen Schaffen kämpfte er sein Leben lang als Verfechter der Menschenrechte für Demokratie in seinem Land.
So verfasste er beispielsweise 1998 einen Bericht über die Sitzblockade von Textilarbeitern auf einer chinesischen Autobahn und spielte ihn heimlich Menschenrechtsorganisationen im Ausland zu.
Nachdem er sich 1989 an der Protestaktion auf dem Platz des Himmlischen Friedens beteiligt hatte, wurde er auf der Flucht gefasst und wegen „Wirtschaftskriminalität“ zwölf Jahre lang inhaftiert. Im November 2012 wurde Li Bifeng ohne Beweismittel und trotz weltweiter Proteste zu weiteren zwölf Jahren Haft verurteilt.
Die Behörden verdächtigten ihn, seinem Freund, dem Schriftsteller Liao Yiwu, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2012, im Jahr zuvor bei seiner Flucht nach Deutschland geholfen zu haben.

In den kurzen Phasen, in denen Li Bifeng (meist im Gefängnis) literarisch tätig sein konnte, hat er zahlreiche Gedichte, Prosatexte und Theaterstücke sowie einen Roman geschrieben.
Ein Interview, das Liao Yiwu 2005 mit Li Bifeng geführt hat, erschien in der Sammlung „Die Kugel und das Opium“, Liao Yiwu, Fischer Verlag 2012.
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