Bergarbeiterstreik und soziale Proteste in Bochums Partnerstadt

Seit mittlerweile drei Wochen befinden sich die Bergarbeiter im Nordwesten Spaniens im Streik. Oviedo, Partnerstadt Bochums und Provinzhauptstadt Asturiens , ist das politische Zentrum dieser Region.
Völlig unbeachtet von der hiesigen Lokalpresse hat sich in der Bochumer Partnerstadt und der Umgebung ein breiter, noch nie dagewesener sozialer Protest entfacht.
Seit Streikbeginn am 29. Mai haben sich fünf Bergleute im Schacht Candín bei Langreo in 600 Meter Tiefe verschanzt.
Tausende Menschen nehmen zum ersten Mal in ihrem Leben an politischen Demonstrationen teil, die breite Bevölkerung solidarisiert sich mit den streikenden Kumpeln. Auch das massive Einschreiten polizeilicher Sondereinheiten kann den Protest in den Städten und Dörfer Asturiens zur Zeit nicht stoppen. Tausende gehen für den Erhalt der Arbeitsplätze, für soziale Gerechtigkeit und eine Erneuerung der Demokratie auf die Straße.
Die spanische Regierung hat angekündigt die vertraglich zugesicherten Beihilfen um über 60 Millionen Euro zu kürzen , auch versprochene Umstrukturierungsmaßnahmen in der Region blieben aus.
Die spanische Protestbewegung "Echte Demokratie Jetzt" solidarisiert sich mit den Streikenden und fordert die Regierung auf, diese Gelder für einen industriellen Umbau der Region bereitzustellen.
Am 22.06.2012 beginnt ein Marsch nach Madrid. Aus Oviedo und den Bergarbeiterregionen in ganz Nordspanien werden dann viele Menschen zu Fuß nach Madrid gehen, um dort Gespräche mit der Zentralregierung zu führen und auf unbestimmte Zeit eine Zeltstadt einzurichten.
Auf dieser Webseite www.labourstartcampaigns.net/spain können auch Bochumer Bürger ihre Solidarität mit den Streikenden bekunden.

Autor:

Joerg Kuper aus Bochum

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