Hitler-Faschismus kam nur durch Unterstützung der Konzerne zustande

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Am 9.11.1938 wurden zahlreiche Synagogen, Wohnungen und Geschäfte der Juden zerstört sowie viele Menschen getötet. Viele Juden kamen in die Konzentrationslager der Nazi-Faschisten. Mehrere Montagsdemonstranten nahmen an der der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht auf dem Dr.-Ruer-Platz teil.

Dieses Thema war auch Schwerpunkt der Montagskundgebung um 18.00 Uhr am Husemannplatz.

Nach einem Montagsdemolied leite einer der Moderatoren die Diskussion mit folgender Information ein: "Im Industrieclub von Düsseldorf wurde Hitler der Weg zur Macht geebnet. Im Januar 1932 trafen sich die NS-Führung und Industrie zu einer Versammlung. Die Industriellen wie z. B. Krupp-Thyssen, Persil (deren Chef Jost Henkel lud Hitler und Co. zu diesem Vortrag im Industrie-Club ein. Insgesamt ca. 650 Industrielle und Bankiers kamen zu diesem Treffen, um Hitlers Programm kennen zu lernen. Hitler kam gerne und brachte Hermann Göring und den damaligen Führer der Terrortruppe SA, Ernst Röhm, mit.

Arbeiter, Gewerkschafter, Kommunisten und Sozialdemokraten zogen protestierend zum Industrie-Club im Park-Hotel. Diese Demonstration wurde von den SS-Schergen und der Polizei brutal aufgelöst, viele wurden inhaftiert.

Hitler legte in einer Rede seine Konzeption vor. Er versprach, den Marxismus auszurotten, die Gewerkschaften zu zerschlagen, die Demokratie abzuschaffen: Gern hörten die Industriellen auch Hitlers Herrenmenschenthesen an. Die Konzerne und Banken unterstützten durch große Spenden die Hitler-Faschisten.

Hitler konnte nur an die Macht kommen, weil die kapitalistischen Monopole ihn finanziell unterstützten. Zu dieser Zeit war die kommunistische Bewegung sehr stark. Hitlers menschenfeindliches Programm gegen den Bolschewismus und die Absicht auf Eroberung von Ostgebieten war Öl auf die Mühlen der Konzerne".

"Die Verfolgung der Juden war ein Alibi, in erster Linie ging es den Nazis um die Vernichtung von Kommunisten oder allen Andersdenkenden gegen deren Terrorpolitik. Das beweist das Verbot sämtlicher Gewerkschaften und Verfolgung aller "nichtarischer" Gruppen wie der Romas, Sintis, aber auch Antifaschisten, Behinderte und wie schon genannt der Juden", hieß es in einer Wortmeldung.

Ein Redner informierte: "Ich war bei der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Mich hat besonders das Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit der TÜV Auszubildenden Opel imponiert. Sie schilderten an einigen Beispielen die Situation von jüdischen Bochumer Bürgern, die die Konzentrationslager der Nazi überlebt hatten. Daraus wurden Lehren gezogen, entschieden gegen den Rechtsradikalismus gegen Flüchtlinge entschieden vorzugehen".

Eine Rednerin sagte. "Ich habe die Rede vom Oberbürgermeister Eiskirch gehört. In diesem Punkte muss ich ihm Recht geben, dass fremdenfeindliche Propaganda keinen Platz in unserer Stadt hat und entsprechende Demonstrationen verpönt sind. Ich erwähne in diesem Zusammenhang die Kundgebung von Pro-NRW. Einige weinige Redner dieser Partei standen Hunderte von Gegendemonstranten gegenüber. Das ist ein Zeichen, dass Rechtsradikalismus in unserer Stadt keine Chance hat".

Ein weiterer Redner prangerte die Rassengesetze von Nürnberg an: "Die Menschen wurden durch das Hitler-Regime in Klassen aufgeteilt: Einmal die "reinrassigen Deutschen", die volle Bürgerrechte besaßen bis hin zu den "Untermenschen Juden", die keinerlei Rechte besaßen. Mischehen oder außereheliche Beziehungen zwischen einem "Arier" und Juden waren strafbar. Hier ist eine große Parallele zwischen dem Hitler-Faschismus und den jetzigen IS-Faschisten. Die Dschihadisten sehen alle als Feinde an, die nicht in ihrem fanatischen Glaubensbild passen".

Eine Rednerin erklärte: "Ich habe auch mit Jugendlichen über die Verfolgung der Juden durch die Hitler-Faschisten gesprochen. Sie meinten, man könne ihnen daran keine Schuld geben, wenn ihre Vorfahren nicht gegen das Nazi-Terrorregime gekämpft haben. Ich sagte ihnen, dass sie daran selbstverständlich keine Schuld haben, aber aus der Vergangenheit sollte gelernt werden. Nie wieder darf so ein Rassismus in Deutschland zur Wirklichkeit werden".

"Bei allem Verständnis für die verfolgten Juden wird zum heutigen Zeitpunkt eines nicht berücksichtigt: Die Unterdrückung von Palästina durch Israel. Ich bin gegen Antisemitismus, aber die Angriffe auf den GAZA-Streifen sind nicht zu akzeptieren", meinte ein anderer Redner.

Es wurde noch über die jetzige Flüchtlingssituation diskutiert. Alle Montagsdemonstranten waren sich einig, dass nicht zwischen politischen und wirtschaftlichen Flüchtlingen unterschieden werden darf. "Diese Menschen verlassen nicht aus Lust und Laune ihre Heimat, sondern weil ein Überleben in ihrem Staate durch Krieg, Verfolgung oder Unbewohnbarkeit des Landes nicht mehr möglich ist", argumentierte einer der Moderatoren.

Am nächsten Montag steht die Asyl-Politik der Regierung im Schwerpunkt der Diskussion. Es geht um die Aushöhlung des Asyl-Rechts durch die Bundesregierung.

Wie immer endete die Kundgebung mit der Abschlusshymne.

Ulrich Achenbach
Moderator
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Wolfgang Demolsky aus Bochum | 10.11.2015 | 11:41  
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