Taifun über den Philippinen beweist die drohende Umweltkatastrophe!

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Mit gut 20 Montagsdemonstranten wurde zum Großprotest am 16.11.13 in Essen mobilisiert. Mehrere Organisationen wie Gewerkschaften, Umweltverbände, Parteien und Einzelpersonen protestieren gegen die Umweltzerstörung und die sich anbahnende Klimakatastrophe. Ziel ist die Gründung einer Umweltgewerkschaft.

Zu Beginn der Debatte rief einer der Moderatoren zu Spenden für die Opfer des Wirbelsturms in den Philippinen auf.

Danach begann die Diskussion: "Es wird behauptet, an der zunehmenden Erderwärmung und der damit verbundenen Klimakatstrophe ist nur der Mensch schuld. Durch die hohen Co 2 - Konzentrationen in der Luft wird der Treibhauseffekt begünstigt. Diese Behauptung ist so nicht richtig. Der Mensch ist ein Teil der Natur und trägt als Einzelperson sicher nicht zum hohen CO 2 - Gehalt der Atmosphäre bei. Das sind die Großkonzerne, die aus Profitgründen vehement an den fossilen Energien festhalten. Dabei kann durch erneuerbare Energien wie Wind,- Solar- und Wasserkraft der Strombedarf von Deutschland ohne Probleme sicher gestellt werden. Das ist jedoch nicht gewollt, da die Energieriesen wie z.B. RWE, Vattenfall und Co. um ihre Profite fürchten."

"Zur Zeit findet eine Klimakonferenz statt, an der viele Länder teilnehmen. Trotz der zunehmenden schweren Naturkatastrophen ist nicht mit einem nachhaltigen Konzept zur Verringerung der Erderwärmung zu rechnen", hieß es in einer weiteren Wortmeldung, "Das damalige Abkommen von Kyoto hat auch keine Fortschritte gebracht, weil die Interessen der internationalen Energiekonzerne nicht angetastet wurden. Auch für die jetzige Klimakonferenz gilt: Außer Spesen nichts gewesen!"

Eine Rednerin ging auf die akute Bedrohung der Umwelt im Ruhrgebiet und an den angrenzenden Regionen ein. "Bereits schon seit einigen Jahrzehnten wird in stillgelegte Bergwerke hochgiftiger Sondermüll eingelagert. Die RAG beabsichtigt aus Profitgründen, den Grundwasserspiegel in den unterirdischen Stollen anzuheben, wodurch sich die giftigen Substanzen mit dem Wasser vermischen und später ins Grundwasser eindringen können. Dadurch kann das Grundwasser bzw. auch unser Trinkwasser weiträumig verseucht werden. Die Folgen wären ähnlich wie bei Fracking! Der Protest gegen RAG steht auf der Demo am Samstag im Mittelpunkt".

Einer der Moderatoren erläuterte die Rolle der Partei Die Grünen zum Umweltschutz: "In den 70er Jahren kämpfte diese Partei tatsächlich gegen die Umweltzerstörung. Zum späteren Zeitpunkt passten sich die Grünen immer mehr an die neoliberale Politik an. So unterstützten Bielefelder Ratsmitglieder der Grünen den Bau der ersten Müllverbrennungsanlage in Bielefeld, eine besonders umweltschädliche Form der Entsorgung. Mit dem Argument, zur Vermeidung der schädlichen Immissionen werden Filteranlagen eingebaut, war diese Müllverbrennung angeblich umweltfreundlich. Durch die Filter wurden lediglich die groben Partikel herausgefiltert, der Feinst staub ging jedoch in die Atmosphäre. Außerdem wurden die Rückstände aus den Filteranlagen im Straßenbau verwandt.
Für die Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe ist Umweltschutz nur dann interessant, wenn er Profite bringt".

"Es gibt inzwischen Verfahren, fast 98% des Mülls zu recyceln. Durch eine Kältetechnik (Kyrotechnik) kann erreicht werden, dass die Abfälle brüchig werden und in zahllose kleine Partikel zerfallen, die dann wieder als Rohstoff für eine Produktion dienen (Kreislaufwirtschaft)", ergänzte ein anderer Redner.

Nach weiterer Diskussion meldete sich eine Rednerin, die Probleme mit dem Jobcenter hatte: "Da meine Heizkostenabrechnung noch nicht vorlag, drohte mir das Jobcenter an, mir nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes des ALG II keine weiteren Leistungen zu gewähren. Ich wehrte mich mit Erfolg dagegen und machte dem Sachbearbeiter klar, dass ich diese Abrechnung noch nicht vom Vermieter trotz mehrfacher Mahnung erhalten habe. Inzwischen teilte mir der Vermieter in einer Email mit, dass die Abrechnung in Kürze verschickt wird. Daraufhin war der Sachbearbeiter zugänglich. Wir müssen unbedingt einmal vor dem Jobcenter protestieren!"

Zum Schluss der Kundgebung schlug einer der Moderatoren das Thema für die nächste Montagsdemo vor: Auswertung der Demonstration in Essen und Berichte über eine Demo in Warschau in Zusammenhang mit der Klimakonferenz. Dieses Thema war Konsens.

Mit der Abschlusshymne - dieses Mal a Kapella - endete die Kundgebung vor der Tchibo-Filiale.

Die Moderatoren
Ulrich Achenbach
Christoph Schweitzer

P.S. Für die Taifun-Opfer wurden 50,00 EURO gesammelt! Dieser Betrag wurde auf das Konto der Organisation "Deutsch-Philippinische Freunde e.V." unter dem Stichwort "Super Taifun" überwiesen.
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