Das große Wiedersehen mit dem Diamant Quartett: Drei Tage wird am Eigener Markt gefeiert

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Ziemlich mondän, die Black Diamonds
 
Roland Peukert hat eine riesige Fotosammlung, die seine musikalische Geschichte dokumentiert. Foto: bm

Wer in Bottrop und den Nachbarstädten lebt und die 60 bereits überschritten hat, wird es kennen: Das Diamant Quartett. Die Band, die bis Anfang des Jahrtausends noch für Stimmung sorgte, will sich groß verabschieden.


"Wenn ich früher auf dem Markt war, wurde ich überall angesprochen, fast ganz Bottrop kannte mich", sagt Mitbegründer Roland Peukert. Kaum eine große Feier, bei der er mit dem Diamant Quartett nicht für Unterhaltung sorgte. "Und jetzt möchte ich mich offiziell verabschieden - Rund um den 1. Mai habe ich eine große Feier auf dem Eigener Markt geplant." Die Feier wird zugunsten der Ernst-Löchelt-Stifung ausgerichtet. "Gage bekommt keiner der Künstler, das ist eine Benefizveranstaltung."
Pretty Flaminogo, Yesterday Man oder A Hard Days Night von den Beatles waren Hits, die er bis 1966 mit den Black Diamonds spielte. "Aber die wollten die Leute gar nicht so gerne hören. Tanzmusik kam viel besser an." Auch da gab es mit Gittes "Ich will 'nen Cowboy als Mann" oder "Du kannst nicht immer 17 sein" von Chris Roberts ausreichend partytaugliche Auswahl. "Wir haben auch Tango und Walzer gespielt - mit einem Akkordeon ist das keine Schwierigkeit."
Irgendwann aber blieben die Leute Tanzlokalen fern und gingen lieber in die Disco. "Wir haben uns dann "Diamant Quartett" genannt und spielten auf Hochzeiten, Polterabenden oder Straßenfesten, bei Karnevalsveranstaltungen, Familienfeiern, Jubiliaen oder Feiern von Gewerkschaften und Fußallvereinen und waren wir nicht nur in Bottrop,sondern auch in Oberhausen und Mülheim gern gesehene Gäste. In der Essener Stauder-Brauerei habe ich auch so bekannte Persönlichkeiten wie den damaligen Außenminister Genscher oder Boris Becker kennenlernen können." Seine "Black Diamonds" hatten einen "mondänen Touch", Lurex-Jacken, weiße Hemden, schmale Krawatten, das Diamant Quarteett war zwar auch in festlicher Kleidung, genauso aber in Jeans unterwegs. "Wir hatten ein gutes halbes Dutzend Möglichkeiten, ich habe entschieden, was wir bei welchem Auftritt anziehen." Bis 2003 - der letzte große Auftritt war beim Rathaussturm - spielten das Diamant Quartett vor immer vollen Rängen. "Zu dieser Zeit habe ich mich kaum getraut, vor die Tür zu gehen, denn jeder kannte mich." Aber nicht nur zu dieser Zeit. Ein Foto von Roland Peukert war auch am Eigener Bunker zu sehen. "Wir sind halt viel rumgekommen, damals gab es nur uns. Wenn wir irgendwo gespielt haben, mussten wir meist schon für das kommende Jahr unterschreiben."
Auch wenn das Diamant Quartett nicht mehr aktiv ist, wird Roland Peukert auch heute noch angesprochen. "Immer wieder werde ich an die alten Zeiten erinnert, die Leute wollen wissen, wie es uns geht und bitten uns, noch einmal auftzutreten- und deshalb wird es ein großes Abschiedskonzert geben. Aber da wird nicht allein das Diamant Quartett auf dem Eigener Markt für Stimmung sorgen."
Drei Tage Programm sind geplant. "Das ist eine Veranstaltung für die Ernst-Löchelt-Stiftung. Gage bekommt keiner der Künstler. "Ansgar Behler will mit Tram, den BeGes und auch als Gitarrist beim Diamant Quartett auftreten, Jürgen Pluta mit der 4x4 Connection, und auch die Rickets - die Band war damals die Bottroper Antwort auf die Beatles - haben zugesagt. Der Feuerwehr Löschzug Eigen, die KG 13 und die KG Stellkeswägg wollen ebenfalls für Stimmung sorgen. Das Spielmobil Rollmobs soll an allen drei Veranstaltungstagen vor Ort sein. Für Essen und Getränke hat Roland Peukert ebenfalls gesorgt. "Aber wer noch Ideen hat - Musik, Aktionen, Unterhaltung für Kinder - ich bin für alles offen. Einfach melden, ich freue mich!" Wer Ideen für das Fest am Eigener Markt hat, kann sich bei Roland Peukert unter der Rufnummer 0157/57 98 46 22 melden.
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