Kammerorchester unter neuer Leitung

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Beate Schmalbrock leitet das Kammerorchester Bottrop. Ulrich Röhrig (mitte) und Dieter Wollek freuen sich, dass das Angebot für zeitgenössische Musik weiter gepflegt wird.
Das Bottroper Kammerorchester bekommt eine neue Leitung. Beate Schmalbrock löst Kai Röhrig ab, der mit großem Erfolg die Konzertreihe „Kangturm Malakoff“ etabliert hat. Die Weiterführung der zeitgenössischen Musikreihe ist denn auch Aufgabe der neuen Leitung.

Beate Schmalbrock unterrichtet an der Musikschule Bottrop. Nach dem Rücktritt Röhrigs, der seinen Lebensmittelpunkt in Salzburg hat, „stand die Aufgabe da“, sagt Schmalbrock. Die Flötistin hat sich während ihrer Studienzeit in Düsseldorf und Essen sehr für zeitgenössische Musik interessiert. Allerdings sei ihr Faible dafür in den vergangenen Jahren in den Hintergrund gerückt. In der neuen Funktion biete sich jetzt die Möglichkeit, ihre Interessen zu verknüpfen.

Mit dem Bottroper Kammerorchester will Beate Schmalbrock für zeitgenössische Musik werben. So sind die kommenden Konzerte durch eine gefällige Musikalität geprägt. Zuspruch in der programmatischen Ausrichtung bekommt sie vom Förderkreis des Bottroper Kammerorchester. Der Vorsitzende Ulrich Röhrig, Vater vom bisherigen Orchesterleiters Kai Röhrig, sagt: „Man kann keine Publikum halten, wenn man nur schwierige Projekte bietet.“ Der Malakoffturm sei ein inspirierender Veranstaltungsort, um auch mal mit dem Gewohnten zu brechen, findet Schmalbrock, die die Möglichkeit zu musikalischen Experimenten nutzen will, indem sie beispielsweise bildende Kunst mit Musik verknüpft. „Man muss nicht alles gut finden, aber man muss sich darauf einlassen“, sagt sie.

Das Kammerorchester hat sich in den vergangenen Jahren ein hohes künstlerisches Niveau erarbeitet, dass Schmalbrock halten will. Bei der Zusammenstellung des Orchesters ist sie auf das Interesse der Musiker und persönliche Kontakte angewiesen. „Ich möchte, dass ein Ensemble zusammenwächst.“ Musiker aus verschiedenen Städten NRWs sollen sich für neue Projekte abseits des beruflichen Alltags zusammenfinden und sich dabei künstlerisch austauschen.

Eine Herausforderung ist die Finanzierung. Ulrich Röhrig kündigt seinen Rückzug aus dem Vorstand des Förderkreises an, der in diesem Jahr neu gewählt wird. Zwar sei der Verein gut aufgestellt, doch die Bereitschaft der Sponsoren das Orchester zu unterstützen gehe zurück. Die Reihe „Klangturm Malakoff“ ist etabliert und findet ihr Publikum. „Es sind alle Voraussetzungen da, die Arbeit erfolgreich weiterzuführen“, sagt Röhrig.

Kulturamtsleiter Dieter Wollek ist zuversichtlich, dass das Publikum der Reihe weiterhin zugetan sein wird. „Die Marke ‚Klangturm Malakoff‘ hat ihre Nische gefunden.“

Das erste von Beate Schmalbrock konzeptionierte Konzert ist am Sonntag, 6. März. Aufgeführt wird eine Komposition von Violeta Dinescu zum Stummfilm „Tabu“ des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1931: Die 1988 entstandene Filmmusik begeistert seit Jahren international das Publikum und zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Stummfilm-Musiken. Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Bereits ab 11 Uhr findet eine öffentliche Generalprobe statt. Karten gibt es im Vorverkauf an der Theaterkasse im Kulturzentrum, Blumenstraße, und in den Vorverkaufsstellen von West-Ticket.
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